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MAIM – INTERVIEW

Nach längerer Ruhepause sind MAIM nun endlich wieder an der Death Metal Front aufgetaucht. Ein starkes Album, personelle Wechsel und die lange Wartezeit waren genug Gründe, mal einen der Burschen zu kontaktieren. Frontsau Christian stand Rede und Antwort.

Raben-Report:  Hey Leute! Brutale Grüße nach Schweden und Glückwünsche zu einem kranken wie auch guten Album. Ist es eurer Meinung nach das beste MAIM Werk?

Christian: Vielen Dank! Wir sind sehr zufrieden mit den Songs und dem Ergebnis des Albums. Einige der Tracks sind definitiv die besten, die wir bisher gemacht haben.

Raben-Report: Sechs Jahre sind eine verdammt lange Zeit zum Vorwerk und zum Duo seit ihr auch geschrumpft. Was sind die Gründe dafür?

Christian: In den Jahren zwischen 2012 und 2015 hat sich viel geändert in der Band. Zuerst beschloss Joakim 2012 die Band zu verlassen, woran wir nichts ändern konnten, und so beschlossen wir, dass es besser war, MAIM mit drei Leuten weiterzuführen. Dann war Henric nach Stockholm gezogen, was das Proben erschwerte, außerdem hatten Rikard und ich noch Nebenprojekte. Als wir dann 2015 mit einer EP wieder am Start waren, war eigentlich der Plan, sofort an einem neuen Album zu arbeiten. Aber bei Rikard machte sich der zeitliche Mangel bemerkbar, da er Vater geworden war und in einer anderen Stadt lebte. Also mussten wir noch mal darüber nachdenken, wie es mit MAIM weitergehen sollte. Und da Henrik und ich es schon immer liebten, gemeinsam Musik zu spielen und viele Songs miteinander erschaffen haben, kamen wir zu dem Entschluss, mit MAIM für die Liebe zum Death Metal und dem Genuss zur Musik weiterzumachen. Für die Aufnahmen zum Album rekruierten wir Niclas Löfgren am Bass und nun sind wir bei MAIM wieder zu dritt.

Raben-Report: Worin sind die größten Unterschiede zwischen den Werken "Deceased To Exist" und "Ornaments Of Severity" zu finden? Welche Einflüße kamen dabei zum Tragen?

Christian: Klanglich haben wir uns nicht so verändert und die Einflüße sind die gleichen wie vor zehn Jahren. Aber wir versuchen beim Songwriting natürlich immer kreativ zu sein. "Deceased To Exist" hatte mehr Durchschlagskraft und war im mittleren Tempo angesiedelt, "Ornaments Of Severity" hat dafür mehr Abwechslung und Tiefe und besser geschriebene Songs.

Raben-Report: "Coffin Gloryhole" glänzt mit großartigem Riffing. Welche Geschichte verbirgt sich dahinter?

Christian: "Coffin Gloryhole" war einer der ersten Songs, die wir für das Album geschrieben haben. Er fühlt sich einfach wie ein klassischer MAIM Song an und das zweite Riff wurde von Ricard eingearbeitet, der auch die Idee für den Titel hatte. Der Song ist ein bescheidener Tribut an eine schwedische Band namens Onkel Kånkel.

Raben-Report: Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem ehr untypischen "Slaughterhouse"?

Christian: Wir haben immer die 90’er Chorus Gitarren geliebt und wir wollten einige davon auf dem Album aufnehmen. Wir haben instrumentale Stücke von all unseren Alben gemacht  und der Song "Slaughterhouse" macht die Aufnahme dynamisch und interessanter. Das Lied besteht aus einer einsamen Gitarre mit Klangbeispielen aus dem ersten Alienfilm.

Raben-Report: Wer hat das Artwork geschaffen?

Christian: Ein Freund von uns namens Mattias Frisk. Er ist der Frontmann in der Band Vanhelgd und wir haben mit ihm  seit "Deceased to Exist" zusammengearbeitet. Er ist ein erfahrener Künstler und hat mit vielen Bands gearbeitet, und er weiß über Maim bescheid. Wir sind auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Raben-Report: Textlich geht es bei euch ja rund um das Thema Tod. Wer ist der kreative Kopf bei euch?

Christian: Wenn es um Songwriting geht, schreiben und teilen wir unsere Ideen. Aber ich habe immer eine Menge Lyrics für  Maim geschrieben. Und auf "Ornaments of Severity" schrieb ich alle Texte. Es fühlt sich ziemlich natürlich für mich an, da ich jetzt auch die Vocals übernehme.

Raben-Report: Nenne drei Punkte, warum man das Album kaufen sollte.

Christian: RAW  FUCKING  DEATH

Raben-Report: Wie denkt ihr generell über die schwedische Szene. Ist ja eine richtige Plage, hahaha…

Christian: Um ehrlich zu sein, war ich nie der größte Fan von schwedischen Death Metal. Natürlich liebe ich die Klassiker, aber als ich ein Teenager war und Heavy Musik entdeckte, waren es vor allem amerikanische oder norwegische Bands, die ich hörte. Ich war stark beeinflusst von Bands wie Death, Autopsy, Morbid Angel, Cannibal Corpse und Deicide. In den letzten paar Jahren sind einige gute Bands aus Schweden aufgetaucht. Temisto hat ein wirklich gutes Debüt Album rausgebracht. Aber im Allgemeinen werde ich von all diesen HM-2 Klonbands müde. Ich könnte nicht eine Band von der anderen auseinanderhalten, weil sie alle gleich klingen

Raben-Report: Habt ihr noch andere Projekte am Start?

Christian: Ich spiele Bass in einer schwedischen Doom Band namens Ocean Chief und Henric hat keine aktuellen Nebenprojekte.

Raben-Report: Also MAIM klingt für mich immer ein wenig nach alte Autopsy. Hat diese Kulttruppe irgendeinen Einfluss auf euch?

Christian: Aber natürlich. Wir haben immer ihren Stil und ihre Kreativität bei den Riffs geliebt. Wir fühlen uns sehr stark für Mid-Tempo und schwere Doom Parts. Wir haben sogar ein Cover von 'Ridden with Disease' auf unserem ersten Album gemacht.

Raben-Report: Habt ihr schon einige grobe Vorstellungen für neue Songs oder vielleicht sogar Pläne für einen Nachfolger von "Ornaments Of Severity"?

Christian:Wir haben schon begonnen, an neuen Songs zu arbeiten. Wir haben viel Inspiration und Riffs und das fühlt sich wirklich gut an. Wir warden wohl schon in naher Zukunft ein neues Werk aufsetzen.

Raben-Report: Danke für deine Zeit. Noch Worte an eure Fans aus Deutschland?

Christian: Danke und Grüße an alle Freaks, die uns durch die Jahre unterstützt haben. Wir kommen zu euch!

Artikelbild Copyright: Soulseller Records

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