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MORDATORIUM – Obsessed With Death

Death Metal aus Chicago läutet nun die Glocke, und wenn als Inspiration Truppen wie Entrails, Grave, Carcass, oder alte Entombed angegeben werden, dann hat man vielleicht auch schon in etwa eine Vorahnung, was auf "Obsessed With Death" zum Mahl bereitet wird. Dabei hat es einige Zeit der Bewerkstelligung gebraucht, sind doch einige Tracks schon fast zwei Jahre alt. Aber wie heißt es doch so schön- guter Dinge dauert es eben seine Zeit. Dabei haben die Jungs den Weg der alten Schule eingeschlagen und bieten auf ihren Vertonungen einen lyrischen Pfuhl aus Tod, Dunkelheit und teuflischer Essenzen. Der vierte Longplayer von Mordatorium birgt stilistisch zudem eine kleine Prise Schwarzstahl Einfluss, was mir besonders bei "Beheaded" aufgefallen ist, welches doch recht grimmig klingt. Im Gesamtbild wirkt das Schaffen des Trios, bei welchem übrigens eine Dame das Schlagwerk verprügelt, recht eingängig und wird vorwiegend im Wechselspiel von Up- und Midtempo zelebriert. Dabei wird kein Wert auf irgendwelches Geraspel gelegt, geht man doch vielmehr den unbeirrten Weg der Direktheit, wo gelegentlich auch etwas Charme durchsickert. Was man Mordatorium fraglos zugutehalten muss, ist die Tatsache, das man den Vorbildern keinesfalls nacheifert, sondern sein Ding durchzieht. Auch wenn es im ersten Teil noch recht unspektakulär ans Eingemachte geht, so offenbart sich ein "Biting Cold" alsbald zu einem schweren Schlachtschiff, ehe das mit scharfen Riffparts bestückte "Murder Castle" folgt. Letzteres erinnert mit seiner Gitarrenumsetzung manchmal etwas an die späteren Werke von Carcass und säbelt sich verdammt schnell unter die Hirnrinde.

Also wenn Mordatorium aufdrehen und ihr volles Potenzial entfalten, dann kommt in der Tat Schmackes auf. Fernab von dumpfem Gebolze und Gitarrenfrickelei, so zelebriert man einen old school Death Metal Bastard, der durchaus für die Zukunft Hoffnung keimen lässt. Wer mag, der sollte jedenfalls mal die benannten Teile anvisieren, denn Mordatorium verdienen Aufmerksamkeit im räudigen Todesblei Genre. Weiter so!

Artikelbild Copyright: Mordatorium

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