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DAMNATION DEFACED – Interview

Death Metal mit Sci-Fi Charakter haben sich DAMNATION DEFACED auf die Fahne geschrieben. Philipp und Lutz waren dabei so freundlich, uns einen kleinen Einblick in ihr aktuelles Schaffen zu gewähren, weshalb Interessierte nun diesem Schriftwechsel folgen dürfen.

blizzard: Hallo nach Celle! Euer aktuelles Scheibchen ist ja nun im Kasten. Wie zufrieden seit ihr mit dem Endresultat? Würdet ihr im Nachhinein doch noch etwas ändern wollen?

Philipp: Moin moin, stand heute sind wir vollends zufrieden. Sowohl vom Songwriting als auch vom Sound. Dennoch sehe ich unsere Entwicklung noch lange nicht am Ende. 

blizzard: Erzählt uns doch mal kurz etwas zu "Invader From Beyond". Wie ging der Schaffensprozess voran? Steckt ein Konzept dahinter, beziehungsweise überträgt sich der musikalische Sci-Fi Charakter darin?

Lutz N.: Der Erschaffung von "Invader From Beyond" war deutlich intensiver als die des Vorgängeralbums. Wir haben uns viel mehr Zeit genommen, die einzelnen Songs auszuarbeiten, haben eine Vorproduktion gemacht und uns letztlich dafür entschieden, den Mix und Master in wohl bekannte Hände zu geben. Die Geschichte, die "Invader From Beyond" erzählt, entspringt im Prinzip aus den vereinzelten Stories der Vorgänger über unser Maskottchen, welches bisher auf jedem Cover zu finden ist. Bei IFB haben wir das Ganze nun in eine komplette Sci-Fi Saga verpackt, die die Geschichte eines Planeten erzählt, der vor der Auslöschung steht und versucht seine Spezies zu retten. Im Booklet ist ein Prolog dazu zu finden, welche die Geschichte einleitet, die dann in den Songs erzählt wird.  

blizzard: Was hat es mit der Titelgebung des Intro auf sich, die muss ja schließlich für etwas stehen…

Philipp: Du bist tatsächlich der erste, der konkret fragt, aber ich verrate es dennoch nicht haha. Dieses kleine Rätsel muss von Euch allen gelöst werden, aber es sind zwei Worte…

blizzard: Wie seht ihr dabei eure Entwicklung im Vergleich zum Vorwerk und welche musikalischen Einfüsse kommen dabei zur Geltung?

Lutz N.: Wir haben uns zuvor noch nie so klar positioniert, wie jetzt. Angefangen mit sehr vertrackten, polyrhythmischen, bzw. progressivenTiteln über typische Göteborg Songs haben wir mit "Invader From Beyon" bei Damnation Defaced einen Konsenz gefunden. Wir sind weiterhin eine Melodic Death Metal Band, jedoch ist der Sci-Fi Charakter ein klarer Bestandteil geworden. Des Weiteren ist musikalisch eine Mischung aus Melo-Death, djentigen Parts und eingängigen Hooks entstanden, mit der wir uns pudelwohl fühlen.

blizzard: Die elektronischen Einwürfe erinnern mich manchmal etwas an alte deutscheCrematory. Wie steht ihr zu solchen Referenzen?

Philipp: Uff den Crematory Vergleich hab ich jetzt noch nicht gehört, eher Mors Principium Est oder Scar Symmetry, die einen ähnlichen, aber dennoch anderen Sound fahren.

blizzard: Was versteckt sich inhaltlich hinter dem Artwork? Hat der Künstler Juanjo Castellano diesbezüglich bewusst auf Farben verzichtet?

Lutz N.: Das Cover ist angelehnt an das Werk "Creation of Adam" von Michelangelo. Thematisch bewegt man sich dort in der Story auf dem Höhepunkt, wo die Pilotin Daza versucht Ihre DNA auf dem Planeten unseres Maskottchens zu erhalten. Der bewusste Verzicht auf Farbe sollte hier die Dramatik des Plots darstellen und ein Artwork kreieren, welches die doch besondere Art von Death Metal wiederspiegelt. Auch für Juanjo war das untypisch, und genau das hat dazu geführt, dass er versucht hat, aus diesem Projekt etwas Besonderes zu machen, was wie wir finden, sehr gelungen ist. Für alle Vinyl Fans: Man sollte sich das gesamte Artwork mal mit aufgeklappten Gatefold anschauen. Selbst wir finden heute noch Details 😀

blizzard: Dan Swanö hat ja Hand bei "Invader From Beyond" angelegt. Ist dies eure erste Zusammenarbeit mit Dan, oder war dies auch schon vorher der Fall?

Philipp: Nein, es ist tatsächlich das erste Mal das wir mit Dan zusammengearbeitet haben bzw. überhabt die Möglichkeit dazu bekamen und das Ergebnis ist der Hammer. Die vielen Alben an denen Dan gearbeitet hat sind Meilensteine im Death Metal, ob Edge of Sanity, Bloodbath, Dissection, Katatonia…es ist echt eine Ehre, dass "Invader From Beyond" nun zu seinem Portfolio gehört. Und ich hoffe, dass das nicht die letzte Zusammenarbeit war.

Lutz N.: Dan ist wirklich ein super Typ. Ich bin froh mit solch einem Menschen zusammengearbeitet zu haben. Es hat wirklich Spaß gemacht, wie er sich eingebracht hat, und dabei auch wirklich versucht hat, zu verstehen, was wir erreichen wollen. Letztlich ist aus dem Ganzen genau das entstanden, was wir uns erhofft haben. Ich kann Philipp nur zustimmen: Das wir sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir ihn für das Kreieren unsere Sound zu Rate ziehen werden.

blizzard: Atmosphäre scheint euch sehr wichtig, wobei mir besonders "Mark Of Cain" mit seinem Refrain im Gedächtnis hängenbleibt. Was gibt es thematisch zu diesem stimmigen Song zu erzählen?

Philipp: Naja generell erzählt das Album ja eine komplette Geschichte in der jeder Song seinen lyrischen und emotionalen Anteil hat. So handelt "Mark of Cain" vom ersten Aufeinandertreffen von "Held" und "Antiheld".

blizzard: Melodischer Death Metal mit progressiver Note ist die Basis bei DAMNATION DEFACED. Wo seht ihr euch in ein paar Jahren?

Philipp: Das ist schwer zu sagen, aber ich denke, dass beim nächsten Album der Mix aus Death und SciFi Atmosphäre noch durchdachter und intuitiver sein wird, da wir bereits im Songwriting-Prozess die Synthesizer mit einbeziehen werden. Auf jeden Fall werden wir das Konzept des Story-Tellings beibehalten und unser eigenes kleines Universum weiter vergrößern.

blizzard: Und wie schauts denn mit einer Tour aus? Was können eure Fans diesbezüglich erwarten?

Philipp: Wir sind jetzt von Oktober bis Dezember an diversen Wochenenden unterwegs, sodass Ihr uns dieses Jahr noch einige Male zu Gesicht bekommen könnt. Schaut auf jeden Fall mal immer auf unserer Facebook-Seite rum (www.facebook.com/damnationdefaced). Aber ein großes Ziel für 2018 muss es sein, dass wir endlich mal eine Support-Tour mit einer größeren Band spielen. Und natürlich ist auch das Thema Festivals wie jedes Jahr unglaublich wichtig.

blizzard: DAMNATION DEFACED gehören die letzten Worte…

Lutz N.: Danke an Raben-Report für das Interesse an der Scheibe und das Interview, danke an alle, die "Invader From Beyond" schon in Ihrem Plattenregal haben und danke fürs lesen. Wir sehen uns bei einem unserer Gigs J

Artikelbild Copyright: Apostasy Records

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