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Relapse Records

PRIMITIVE MAN – Caustic

Schwer und zudem überaus brachial wuchten sich nun Primitive Man ins Bild, eine Truppe aus Denver, Colorado, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, tonnenschwere Kost auf den Hörer niedergehen zu lassen. Nachdem 2013 das Debüt erschien, so sind zwischenzeitlich diverse Splits an die Oberfläche gespült wurden und mittels vorliegendem "Caustic" Werk gibt es nun also die zweite Vollbedienung. Die stilistische Basis setzt sich aus einer intensiven Mischung von Doom und Death Metal zusammen, wobei aber auch Drone und Sludge zu benennen sind, und findet ihren Ausdruck mittels Lyrics, die sich dieser intensiven Beschaffenheit auch anpassen. Plötzliche Tempoumbrüche finden auch zum Einsatz und verleihen Stücken wie etwa dem "Commerce" einen fiesen Death Metal Einschlag, wogegen das Titelstück, "The Weight" und "Ash" hingegen kurzweilige Noiseflächen bieten. Geschmackssache, wenn auch meiner Meinung nach nicht wirklich bereichernd. Dem Gesamtbild tut dies aber dennoch kaum schaden, denn Primitive Man agieren ansonsten bleischwer und klingen wirklich böse und irgendwie auch total angepisst, lassen dabei auch mittels verstörenden Passagen ("Disfigured") freien Lauf.

Fazit: "Caustic" ist von Beginn an alles andere als leichte Kost und auch die Artikulierung der Frontsau kommt überaus verstörend rüber. Passt aber, denn soziale Probleme in alle Richtungen sind unter anderem ein Thema, welches bei Primitive Man gnadenlos abgehandelt wird. Mit "Caustic" gibt es dazu den passenden Soundtrack, für eine dahinscheidende Welt, untergehend in einer stinkenden Brühe aus menschlichen Auswüchsen wie Dummheit und Ignoranz. Jeder zahlt seinen Preis, auch wir. Die Frage ist nur wann.

Artikelbild Copyright: Relapse Records

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