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Dead Master's Beat

DEATHRONATION – Exochrism

Gerade im Sektor des sogenannten Old School Death Metal sprießen seit geraumer Zeit zahlreiche Bands empor. Eine davon ist Deathronation aus Nürnberg, die uns mit "Exochrism" amtlich entgegen donnert und fünf Schädelspalter und ein Outro im Gepäck parat hält. Die Burschen verzieren ihre Stücke dabei immer wieder mit diversen Gitarrensoli und verstehen es ebenso, gelegentlich ordentlich loszuknüppeln. Gut so, sind doch dies jene Momente, die wirksam zu fruchten vermögen. Aber man scheut sich genauso wenig, ein paar groovige Parts bereitzuhalten, während sich der leicht kehlige Gesang gut einpasst. Was zudem gesagt sein will, ist, dass sich Deathronation keinesfalls an die skandinavische Szene anbiedern, sondern vielmehr recht eigen klingen. Rein stilistisch sind amerikanische Einflüsse erkennbar, weshalb ich dieses Werk eher im Underground ansiedeln würde. Stellenweise kommen einem da Prügelcombos wie Disastrous Murmur, Acrostichon oder Immolation in den Sinn, was aber natürlich nur als grobe Ausrichtung gewertet werden kann. Insgesamt gesehen ist "Exochrism" ein Album, das recht ordentlich knallt und Anhänger der alten Schule sicherlich glücklich machen dürfte. Dennoch könnten die Artikulierung und auch der Sound ruhig druckvoller an den Mann gebracht werden, und was mir schmerzlich fehlt, sind richtige Achtungsmomente, die herausstechen, hängen bleiben und einem die Birne vom Schädel schrauben. Inwieweit man dies bei Deathronation umsetzen wird, bleibt abzuwarten. Fakt ist aber, dass die Band rauen Todesblei fabriziert, der geradlinig auf den Punkt kommt und voll in die Fresse zielt.

Wer also keine wirklichen Verspieltheiten oder Weichmacherprodukte in Form von Tastengeklimper braucht, der sollte sich dieses Brett ruhig zur Brust nehmen, welches lediglich am Ende mit dem ruhigen, akustischen "Mental Ossuary Of Mine" verschnaufen lässt und allgemein noch so einiges an Luft nach oben hat.

Artikelbild Copyright: Dead Master's Beat

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