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RATO RARO – Acidethc

Rato Raro gelten in Spanien als Veteranen in Sachen extremer Grindcore Musik. Dafür, dass die Band schon etliche Jahre existiert, scheint aber wohl mehr der Ausdruck 'dahindümpeln' angebracht. Demo und EP mal ausgenommen, hat man nämlich bislang nur zwei Vollwerke herausgeschleudert. Letzteres liegt hier mit "Acidethc" vor und spült eine Menge heftiger Attacken an die Oberfläche. So brettert man sich voller Wonne durch die vielen Vertonungen und selbst kurzzeitige Eruptionen wie "Los OjOs Me Miran Desde El Bote De Formol (FlashBack Horror I)" oder "Cuarto Oscuro, Cuarto De Las Ratas (FlashBack Horror V)" erzeugen ein intensives Klangerlebnis. Aber anstatt einfach nur mal drauflos zu hämmern, kommt zudem etwas Groove und gelegentliches Riffing zum Einsatz und ebenso gelungen wie typisch ist der zweistimmige Gesang, der von hohem Gekreische bis zu chronischem Abgurgeln alles parat hält. Feines Abschnorcheln serviert man uns also unter anderem bei "Endogámico Lésbico Zooph'lico (Perversiones Sexuales)", wo zudem ein lockeres Gitarrenspiel zum Einsatz kommt, wogegen "La Tr'pisima Satanidad (Ingesta De 3 A La Vez)" mit anfangs intensivem Songaufbau überzeugen kann. So könnte man meinen, dass sich Rato Raro ihre gesamte angestaute Wut aus dem Leib schrubben, denn Verschnaufpausen gibt es keine. Die erwartet natürlich sicherlich auch keiner beim Grindwerk seines Vertrauens, denn ist einmal die Abrissbirne in Bewegung gesetzt, gibt es kein Halten mehr, wobei sich "El Fuego Y La Fiebre De S. Antonio, Fuego Del Infierno (FlashBack Horror IV)" am schnellsten einbrennt, was auf einer ungemein eingängigen Melodie beruht. Solche Momente sind es eben auch, die auflockernd wirken und entsprechend positiv ins Gehör fallen. Textlich präsentiert man sich in der Landessprache, was aber bei dieser Art der Artikulierung kaum auf- beziehungsweise ins Gewicht fällt. Recht schnell ist dann der Silberling ins Land gezogen, was aber für Grindverhältnisse völlig in Ordnung geht und eine verdiente Erholung für blutende Lauscher bedeutet. Wem also eine halbe Stunde am Tag ausreicht, um sich mal fix die Birne freizublasten, der sollte ruhig zu dieser Metzelorgie greifen.

Artikelbild Copyright: Rato Raro

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