Sevared Records

GORTUARY – Manic Thoughts Of Perverse Mutilation

Was für ein Gemetzel! Gortuary zeigen mit "Manic Thoughts Of Perverse Mutilation" allen Wimps da draußen, wo der Hammer kreist. Saubrutaler Death Metal wohnt diesem Akt der Zerstörung inne, der eine gute halbe Stunde andauert. Länger bedarf es allerdings bei Gortuary auch nicht, um eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen. Bereits im Opener "Mutilation By Double Penetration" werden die musikalischen Extreme bis aufs Äußerste ausgereizt, ehe mit dem folgenden Schädelspalter erste Opfer zu beklagen sind - "Skull Fragments" stellt diesbezüglich sogar noch einmal eine Steigerung dar und glänzt zudem mit variablem Songaufbau. Gnadenlos fräst sich das Gebotene durch sämtliche Hirnwindungen bis man mit den nimmersatten Blastsalven auch den verbleibenden Rest noch zu Matsch verdrischt. Von Anfang bis Ende wird man in diesem Fall auf seine Genretreue geprüft, Gnade darf man nicht erwarten, wenngleich aber auch genug Freiraum für gelegentliche Auflockerung begeben ist. Dies geschieht immer mal wieder durch Gitarrensoli, die hier die gleiche Berechtigung wie das Kotzen der Frontsau haben. Im Grunde genommen ist es auch völlig egal, welchen Song man als Anspieltipp benennt, kriegt doch der Ausdruck 'schwammig in der Birne' eine völlig neue Bedeutung. Zurück bleibt lediglich pulverisiertes Mauerwerk, weshalb man in Sachen Intensität auch viele Kollegen locker in den Sack haut.

Ehrlich, so etwas Rasantes bekommt man nicht alle Tage geboten. Gortuary protzen mit Brutalität und kompromisslosem Geschredder, können dennoch Abwechslung vorzeigen, was bei derart schnellen Trümmerwerken nicht immer gegeben ist. So liegt uns ein enormer Hoffnungsträger vor, der für die Zukunft vieles erwarten lässt und zu einer lustigen Runde im "Pool Of Excrement" einlädt, wo sich bereits Vertreter wie Necrambulant und Vulvectomy tummeln. 

Artikelbild Copyright: Sevared Records

  • 7.5/10
    Gesamtwertung - 7.5/10
7.5/10

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben