Comatose Music

ENGORGEMENT – Excruciating Intestinal Lacerations

Mit Engorgement kommt nun eine 'Verstopfung' auf uns zu, und um da Druck abzulassen, feuert man auf "Excruciating Intestinal Lacerations" wortwörtlich aus allen Rohren. Verantwortlich dafür zeigt sich das Lärmlabel Comatose, welches ja auf solche Truppen spezialisiert ist. Engorgement machen ihrem Namen dabei alle Ehre und werfen mit diversen Leckereien nur so um sich. Es wird geprügelt, was das Zeug hält und selbstverständlich war die letzte Mahlzeit vom Vortag auch irgendwie verdorben. Wie auch bei Cerebral Incubation beschränkt man sich in diesem Fall auf eine arg kurze Spieldauer, wobei es jedoch sicherlich auch etwas schwer fallen dürfte, sich dieses Geballer eine Stunde lang zu geben. Entsprechend brutal agieren Engorgement, geizen dabei aber leider mit Abwechslung. Auch das beständig gleiche Abgehuste gilt es, in die Kritik mit einzubeziehen, wird doch alles nach dem gleichen Schema abgehandelt. Hat man dann in etwa die Halbzeit erreicht, erwartet den Hörer ein vorbildliches Gurgelszenario, und zwar in Form eines Ausklangs. Dies passt richtig gut und zukünftige Metzelorgien sollten ruhig mehr davon beinhalten. Handwerklich ist "Excruciating Intestinal Lacerations" eine ansonsten recht solide Angelegenheit, welche gerade Freunden textlicher Appetitlichkeiten Hunger bescheren dürfte.

Wenn Engorgement noch etwas an sich arbeiten, ist der Truppe durchaus so einiges zuzutrauen. Gerade im fortgeschrittenen Verlauf warten nämlich doch auch mal coole Gitarrenwände in Verbindung mit einem kleinen Spritzer Groove auf, und wenn dies einen eventuellen Wink auf das Kommende darstellt, dann gilt es, gespannt abzuwarten. Bleibt nur zu hoffen, dass man nicht wieder gute vier Jahre braucht - immerhin existiert die Band seit 2009 und "Excruciating Intestinal Lacerations" ist ihr bislang einziges Lebenszeichen. In diesem Sinne - Feuer frei!

Artikelbild Copyright: Comatose Music

  • 7/10
    Gesamtwertung - 7/10
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