Inhuman Homicide Records

SEVERE METASTASIS / MONKEY EATING FLESH – Lychantropic Bestial Butchery

Untergrund pur ist angesagt, zumindest wenn diese beiden Kapellen hier gegeneinander antreten. Da wird sich nichts geschenkt und was dabei herauskommt, ist eine gepflegte Ballerorgie auf höchstem Niveau. Für den ersten Abschnitt zeigen sich SEVERE METASTASIS verantwortlich und zelebrieren ein Gurgelfest erster Sahne. Schnell macht sich dabei bemerkbar, dass man dem Death Metal Untergrund huldigt. Dafür sorgen unter anderem die schön erdigen Gitarren, die einen authentischen Eindruck hinterlassen, und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glatt die Meinung vertreten, das Teil wäre Anfang der 90er eingedroschen worden. Garniert mit leckeren Intros setzt man zudem auf einen recht eigenen Stil, was als absolut lobenswert ist und unbedingt unterstützt werden sollte. Angemerkt sei auch noch, dass hier nicht wild losgeschrubbt wird, sondern man bedacht ans Eingemachte geht. Die Artikulierung kann sich ebenso hören lassen, lediglich der Schlagzeugklang erscheint mir etwas lasch. Am morbiden Gesamteindruck ändert dies jedoch nichts - hier regiert Klasse statt Masse! Nun sind MONKEY EATING FLESH an der Reihe und hauen in eine nicht minder fiese Kerbe. Auch hier werden Extremisten unkontrollierte Purzelbäume schlagen, wohl spätestens dann, wenn die Schreie einer gemarterten Seele zu vernehmen sind, welcher scheinbar sämtliche Knochen gebrochen werden. Fiese Angelegenheit also, aber dennoch irgendwie genial. Stilistisch agiert man vorrangig im Midtempo, wobei gelegentliche Tempoausbrüche natürlich auch nicht fehlen dürfen. Dazu gibt es eingängige Riffgewitter und gutturales Abhusten - was will man mehr? Die Produktion ist in diesem Fall etwas sauberer, der Charme geht dennoch nicht verloren.

Saubere Arbeit! Mit dieser Split legt man ein fantastisches Brett vor, welches alte Götter wie Exulceration und Putrid Offal ins Gedächtnis ruft und auch für Verkoster des Slam Death Metal fraglos schmackhafte Kost darbietet.

Artikelbild Copyright: Inhuman Homicide Records

  • 8/10
    Gesamtwertung - 8/10
8/10

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