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ROTTEN HEAD – Inferno

Rotten Head stammen aus Chile, was man aber aufgrund des Klanggerüsts ihres Albums "Inferno" eigentlich gar nicht vermutet. Ist der letzte Longplayer der Band inzwischen schon einige Tage alt, veröffentlichen Rotten Head mit "Inferno" ein Album, das zwar ziemlich kurzspielig ist, dafür aber in eine überaus druckvolle Produktion gepackt wurde.
Dennoch stellt sich einem die Frage, ob die Band die Zeit vom letzten Album bis zu "Inferno" richtig nutzen konnte, um sich damit nun amtliches Gehör verschaffen zu können. In Sachen Veröffentlichungswut agiert man jedenfalls zurückhaltend und mit vorliegender Scheibe gibt es auch nur ein eher mageres Ergebnis. Nach vier Jahren der Stille sollte man eigentlich mehr erwarten dürfen, als ein Lebenszeichen mit viertelstündiger Spielzeit. Das wäre ja noch halb so schlimm, wenn hier wenigstens eine Granate aufschlagen würde. Tut sie aber nicht, denn der gebotene Death Metal ist solide, aber auch nicht mehr. Das Material dümpelt recht unauffällig vor sich hin, lediglich bei "Hellraiser" kommen ansprechende Riffs zum Vorschein. Auch der Rauswurf kann überzeugen. Gesamt gesehen ist dies jedoch schon etwas wenig und von Durchschnittsware ohne Wiedererkennungswert wird man bereits genug heimgesucht - selbst sogenanntes Schönhören hilft da nicht viel.

Die Burschen sollten zukünftig unbedingt ausgefeilter ans Eingemachte gehen und eigene Ideen einbauen. Mit den beiden letzten Stücken kann man nämlich zeigen, dass mehr in den Jungs steckt, als 08/15-Ware zu präsentieren. Ob "Inferno" also für die vielleicht erhoffte Aufmerksamkeit sorgt, darf stark angezweifelt werden. Wer alles sammelt, darf natürlich mal reinschnuppern, wobei ich dennoch anmerken will, dass man "Inferno" nicht wirklich zum Überleben braucht. Da warten weit bessere Böllertruppen auf ihren Einsatz, weshalb ich Rotten Head lediglich im Mittelfeld platziere. Warten wir mal die Zukunft ab ...

Artikelbild Copyright: Rotten Head

  • 5/10
    Gesamtwertung - 5/10
5/10

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