Amputated Vein Records

CARNIVOROUS VORACITY – Debasement Incarnated

Aus Spanien stammt nun dieser derbe Vertreter, wobei Carnivorous Voracity mit Gorelyrics und entsprechendem Gewaltcharakter auftreten. Freunde von Vertretern wie Abominable Putridity können also in die Hände klatschen, wobei dem Intro (wenn ich hier nicht falsch liege) Anleihen aus TCM beiwohnen, ehe man mit "Grotesque Expiation Of Dissolute Lamb" ordentlich losscherbelt. Dabei kommt eine kleine Vorliebe zum Slam Death Metal zum Vorschein, die mit teils recht scharfen Riffattacken ihre Garnierung findet und mit erwartungsgemäßem Grunzen und Kotzen Flankierung erhält. Gerade die wirklich gute Gitarrenarbeit lässt hier Spielfreude durchblitzen, weshalb "Debasement Incarnated" nicht nur variabel, sondern auch ziemlich lebendig aus den Boxen scherbelt. Mit brachialer Durchschlagskraft verschaffen sich Darbietungen wie etwa "Anatomic Human Degradation" eindrucksvoll Gehör, wobei die gute Produktion natürlich auch ihren Teil dazu beiträgt. Also macht man hier seine Sache eigentlich ausgesprochen gut (Freunde derber In- bzw. Outros sollten mal den Ausklang anvisieren), vor allem da es sich um das Debüt handelt. Allerdings ist auch hier ein typisches Manko zu benennen, klingt doch das Schlagwerk wie ein blecherner Pott, den Oma einst unterm Nachtbett hatte. Mit so etwas macht man sich keine Freunde, wobei ich trotzdem gewillt bin, da mal ein Auge zu zudrücken. "Debasement Incarnated" ist nämlich ansonsten nicht nur vorbildlich brutal und schnell, sondern auch irgendwie sympathisch.

Ein starker Auftakt ist somit gemacht und man darf verdammt gespannt sein, was das weitere Schaffen von Carnivorous Voracity angeht. Weiter so!

Artikelbild Copyright: Amputated Vein Records

  • 7.5/10
    Gesamtwertung - 7.5/10
7.5/10

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