Unique Leader Records

CONTINUUM – The Hypothesis

Die Schmiede Unique Leader schickt sich nun mittels Continuum an, die derbe Death Metal Szene etwas aufzumischen, wobei sich in der Truppe unter anderem Musiker von Flesh Consumed, Deeds Of Flesh und Decrepit Birth verbergen. Ungelöste Theorien der Kontinuumshypothese stehen dabei zur Debatte, gekleidet in zehn kräftigen Eruptionen, die mit leicht technischem Einschlag ihre Flankierung finden und mit deftigen Temposchüben ausgestattet sind. Mittels des kurzen, aber knackigen Openers wird auch fix die Marschroute festgelegt, wobei sich im weiteren Verlauf aber auch noch filigrane Gitarrenspiele einfinden. Gesanglich variiert man in typischer Death Metal Manier, setzt allerdings auch immer mal höhere Screams ein, was jedoch sicherlich auch irgendwie Geschmackssache ist. Gleiches trifft auf das teils hektische Gefrickel zu, was mit der Zeit schon etwas anstrengend wird. Um so angenehmer ist da "Absolute Zero", welches wirklich Erholung bietet, ehe die Raserei ihre Fortsetzung findet, welche sich dann auch bis zum Ende durchzieht. Dabei verfährt man getreu dem musikalischen Muster, welches zwar einerseits (aufgrund der ständigen Gitarrenarbeit) variabel ausgefallen ist, anderseits aber auch einiges an Zeit und Einhörvermögen abverlangt, um mit "The Hypothesis" überhaupt richtig warm zu werden. Dass hier erfahrene Musiker am klöppeln sind, steht außer Frage, wobei ich das Werk aber dennoch nur Leuten empfehle, die mit derartiger Verspieltheit auch zurechtkommen.

Was bleibt, sind schnittige Attacken, die nach geraumer Zeit fruchten, wobei man aber auf das langweilige Instrumental "Where The Worlds Were Left" auch gerne hätte verzichten können, ist dieses doch im Spielfluss sogar eher störend. Wer technischen Anspruch im Death Metal braucht, der liegt hier jedenfalls goldrichtig, der Rest hört besser Probe.

Artikelbild Copyright: Unique Leader Records

  • 7.5/10
    Gesamtwertung - 7.5/10
7.5/10

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