Deathfans Records

CRIMINOLOGY – Capitalist Destroyer

Das Aufarbeiten sozialer Konflikte ist eigentlich ein eher untypisches Thema im Sektor der gepflegten Extreme. Criminology stammen aus Indonesien und sind genau eine solche Truppe, deren inhaltliches Anliegen an jenen Punkt knüpft und die ihre diesbezüglichen Standpunkte knackig zur Schau stellen. "Capitalist Destroyer" ist dabei das allererste Lebenszeichen der Band, wofür sich übrigens das Label Deathfans Records verantwortlich zeigt, ehe sich Sirenengeheul und Kugelhagel Gehör verschaffen - die von Criminology aufgezeigte Welt ist mit Sicherheit alles andere als freundlich und dennoch traurige Realität. Titelgebungen wie "Hitam Putih" und "Justice And War" sprechen eine verdammt klare Sprache, da ist ein derbes Fundament musikalischerseits um so mehr zu vertreten, wobei besonders das treibende "Singgasana Para Pecundang" überaus schnell Sympathie aufkommen lässt, coole Sache! Auch das folgende "Mati Berkarat" prescht mit immenser Wucht nach vorne und so langsam aber sicher, fängt diese Sache an Spaß zu machen - weniger Spaß hat sicherlich die arme Seele, deren Leben wohl scheinbar lediglich darauf ausgerichtet war, die freudige Bekanntschaft mit einer Kettensäge zu machen. Im Verlauf dieser gelungenen Orgie kommen auch immer wieder markante Riffpassagen zum Einsatz, die sich vorbildlich mit dem ewig wütenden Schlagwerk duellieren, wobei man aber in Sachen Artikulierung in Zukunft ruhig variabler agieren sollte.

Die indonesische Szene wächst und gedeiht prächtig und erhält nun mittles Criminology auch noch kräftige Flankierung. Diese Holzfäller gilt es unbedingt im Auge zu behalten, denn "Capitalist Destroyer" klingt frisch, wild und ist ein Faustschlag ins Gesicht eines jeden Unbelehrbaren, für den nur Geld, Ruhm und letztendlich Macht zählt.

Artikelbild Copyright: Deathfans Records

  • 8/10
    Gesamtwertung - 8/10
8/10

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben