Sevared Records

INFINITE DEFILEMENT – Disembowelment The Divine

Die amerikanische Krachschmiede Sevared Records ist seit Langem eine feste Bastion, die in schöner Regelmäßigkeit derbe Auswüchse unters Volk jubelt. Und das Projekt Infinite Defilement hat genau dort seine Wurzeln geschlagen und serviert mittels "Disembowelment The Divine" ein recht räudiges Tondokument, welchem jedoch aufgrund des dünnen Sounds die Durchschlagskraft genommen wird. Vielmehr wurde scheinbar mehr Wert auf den Bezug zum Untergrund gelegt, denn genau dort lässt sich dieses kurze Stück auch am ehesten ansiedeln. Ansonsten ticken die Uhren im entfernten Australien auch nicht viel anders, sprich, gutturales Röcheln und Würgen steht auf dem Tagesplan und stilistisch kann man das Schaffen von Jacob Smith in der Nähe von Macabre Demise ansiedeln. Kurzer, knackiger Deathgrind poltert somit daher, der zwar so gesehen ordentlich aus den Boxen fleddert, aber im Grunde genommen allenfalls nur durchschnittlich umgesetzt wurde. Man rasselt mit dem Säbel, ohne markante Punkte oder prägende Refrains einzusetzen, weshalb das Ding von Anfang bis Ende eigentlich gleich klingt und am besten noch mit dem Artwork punktet. Zieht man Intro und den instrumentalen Ausklang von der Gesamtheit ab, dann bleibt nicht mehr viel, was hier natürlich um so mehr ins Gewicht fällt, sind doch die vier echten Darbietungen lediglich Kost, bei der nichts hängen bleibt.

Wer alles sammelt, was poltert, der kann ja mal Probe hören. Der Rest darf sich getrost nach einer Alternative umschauen, denn da existieren im Brutalo Bereich beileibe weit bessere Kaliber. Mit Infinite Defilement wird man die Welt nicht ändern, das haben schon ganz andere versucht, weshalb man hier wohl am Ende nur von einem Scheitern ausgehen kann.

Artikelbild Copyright: Infinite Defilement

  • 5/10
    Gesamtwertung - 5/10
5/10

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