Gore House Productions

SWINE OVERLORD – Parables Of Umbral Transcendence

Als immenser Slam Death Metal mit progressivem Touch wird der Erstschlag des Trios Swine Overlord angepriesen, was man auch so stehen lassen kann. Denn wenn etwas definitiv für "Parables Of Umbral Transcendence" spricht, dann sind es die teils immens wuchtigen Gitarrenwände, die dem ansonsten heftigen Getrümmer immer mal die Stirn bieten und den jeweiligen Wiederkennungswert entsprechend hochschnellen lassen. Der dabei erweckte Eindruck von geballter und kraftvoller Umsetzung hinterlässt schnell Spuren im Schädel, denn irgendwie flutscht das Ding richtig gut. "Post-Burial Defloration" oder "Bleeding The Sinful" sind blendende Beispiele dafür, wie sauberes Gesäbel eigentlich klingen sollte, wobei die Burschen aber kein Problem damit haben, ihren recht hohen Standard zu halten. Das Zeug ballert mitunter enorm eingängig und ist aufgrund dessen sogar ziemlich leicht zugänglich, was aber noch lange keinen Freifahrtsschein für Möchtegern Extremisten gleichkommt. Späne werden nämlich trotzdem vorbildlich gehobelt, das Schlagwerk ballert bei Gelegenheit Blastsalven ohne Ende, ab und an gibt es sogar ein Gitarrensolo und wer will, der sollte deshalb mal an dem intensiven "Cadaveric Pantomime" naschen, oder aber das markante "Umbral Transcendence" verkosten. Einen ultimativen Anspieltipp kann man nur schwerlich abgeben, da sämtliche Vertonungen auf einem qualitativ sehr hohen Niveau angesiedelt sind.

Swine Overlord haben Schliff und fast schon so etwas wie eine kleine Nische im Lärmsektor für sich gefunden. Basieren tut der ganze Spaß wohlgemerkt auf fetten Gitarrenwänden, teils stampfendem Geballer und eingängigen Passagen und Gastauftritte gibt es zudem noch von Typen, die ihrem Schlächterhandwerk ansonsten in Splattered Entrails, Gutfuck und Abdicate nachgehen, weshalb da einer lustigen Partie nichts mehr im Wege steht - man muss sie nur überleben.

Artikelbild Copyright: Gore House Productions

  • 8/10
    Gesamtwertung - 8/10
8/10

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