Artikelbild Copyright: Lacerated Enemy Records

PRIMORDIUM – Aeonian Obsolescence

Primordium stammen aus den Staaten und werden als eine sehr gute Death Metal Band angepriesen, die mit technischer Finesse aufschlägt und in der Nähe von Bands wie Spawn Of Possession ihre Wurzeln geschlagen haben. Ich muss gestehen, dass technischer Death Metal nur bedingt in mein Beutethema fällt, da die Mucke mitunter doch ziemlich komplex und verspielt sein kann. Dies ist auch bei Primordium's Debüt zum Teil gegeben, wobei man aber glücklicherweise auch einige Feinheiten geschickt platzieren konnte, die sich damit auch etwas abheben können. Anderseits spricht die Spielzeit von "Aeonian Obsolescence" ebenso dafür, hier nicht zu überfordert zu werden, denn jene reicht locker aus, um den Konsumenten zu fordern. Hier und da fließt dann gute Gitarrenarbeit ein und die teils enorm wütenden Blasts sind ebenfalls nicht von schlechten Eltern, was jedoch nichts daran ändert, dass es meinerseits mehrere Besuche benötigte, bis das Zeug etwas funzte. Liebhaber des Gefrickels, was ja beim technischen Einschlag ein gewisser Bestandteil ist, werden aber wohl fraglos eine satte Vollbedienung erlangen, denn im Grunde genommen, machen die Jungs ihre Sache ganz gut. Sicherlich hält der Aspekt der Eingängigkeit, speziell in diesem Genre, immer einen alles andere als leichten Zugang bereit, will man sich doch erst einmal durch die Vielschichtigkeit arbeiten, weshalb auch Zeit und Einhörvermögen gute Voraussetzungen sind, um mit "Aeonian Obsolescence" fertig zu werden.

Wer also genannte Aspekte mitbringt und ein Ohr für komplexe Strukturen vorweisen kann, der dürfte in vorliegender Sache keinen Fehler begehen. "Aeonian Obsolescence" birgt gut produzierten Death Metal, der zwar überaus modern aus den Boxen schallt, aber dennoch für Freunde von genannten Spawn Of Possession und auch Deconversion empfehlenswert ist.

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  • 7.5/10
    Gesamtwertung - 7.5/10
7.5/10

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