Ghastly Music

OMNIOID – Womb Of Infirmity

Aus dem entfernten Australien schwappt dieses fiese Monstrum rüber, für welches man Omnioid zur Verantwortung ziehen kann. Die Truppe ist noch nicht lange existent, hat aber bereits eine verdammt gute EP eingezimmert, die für vorliegende Publikation so einiges hoffen ließ. Und die Burschen fahren mittels "Womb Of Infirmity" beileibe keine Enttäuschung auf, sondern suhlen mit voller Wonne in einem derben Schlachtfeld, welches thematisch allerdings nicht mit bluttriefender Themenumsetzung daherkommt. Wie auch bei Cuff, so finden unter anderem Bezüge aus dem Science Fiction Bereich ihre Abhandlung, die in ein verdammt derbes Klanggerüst gepackt sind, welches Liebhaber des Brutalo Death Metal schmecken dürfte. Verwundern tut die stilistische Ausrichtung anderseits jedoch kaum, wenn man bedenkt, dass hier Typen von Corpseflesh und Impure Violation am Scherbeln sind. Anderseits ist "Womb Of Infirmity" schon eine starke Angelegenheit, zumal es sich dabei auch um das erste Vollwerk handelt. Deutlich heraushörbar ist hierbei ein technischer Einschlag und irgendwie frage ich mich, warum nicht mehr vom Schlage eines "Paradoxical Vertigo" geboten wird. Dies Stück wartet mit schneidenden Riffs auf, deren Umsetzung durch die wuchtige Produktion prächtig zur Geltung kommt und den Wiedererkennungswert gnadenlos anhebt. Potenzial haben die Burschen ohne Frage und erschaffen mit diesem Kraftstück zugleich ein gutes Kernstück auf vorliegendem Silberling.

Außergewöhnliche Nahrung bieten uns Omniod auf ihrem offiziellem Debüt nicht, verstehen es aber, vorbildlich den Acker umzupflügen und vertreten ihre Heimat Australien im derben Sektor würdig. Allerdings sollte man im weiteren Schaffen beachten, mehr auf Kernpunkte zu setzen, um sich somit auch von der Masse etwas abzuheben. "Womb Of Infirmity" ist eine gute Fortsetzung, auf welcher man den eingeschlagenen Weg der EP weitergeht, sich jedoch noch etwas scheut, auch mal die Augen über den Tellerrand gleiten zu lassen. Bleibt eben nur noch abzuwarten, inwieweit Omnioid sich dies zu Herzen nehmen.

Artikelbild Copyright: Ghastly Music

  • 7/10
    Gesamtwertung - 7/10
7/10

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