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DYSENTERY – Fragments

Also diese Burschen hier kenn ich doch. Und richtig, Dysentery beehrten mich bereits in der Vergangenheit mit einer recht ordentlichen Vorstellung ihrer musikalischen Vorlieben. Natürlich ist man sich treu geblieben und scherbelt mittels "Fragments" eine kernige Deathgrind Walze aus den Boxen, die ihre Flankierung abermals durch gutturales Abhusten erhält und in eine gute Produktion verpackt wurde. Auffallend ist dabei, dass hier die Gitarrenarbeit mitunter recht differenziert klingt, eine gute Entwicklung, die für Abwechslung sorgt und dem Teil zur entsprechenden Langlebigkeit verhilft. Selbstverständlich wird zusätzliche Würze mittels gelegentlicher Slam Einlagen beigemischt, wobei aber auch gesagt werden muss, dass man trotz gegebener Derbheit auch Groove und markante Gitarrenriffs beachtet, womit man erfolgreich der Eintönigkeit entgegenrotzt. Erinnern tut mich diese Angelegenheit manchmal an Hell Skuad, die ähnlich agieren, aber noch einen Tick eingängiger sind. Im Bezug zur Artikulierung ist noch anzumerken, dass man beim nächsten Anschlag ruhig variabler klingen sollte, ist doch das standardmäßige Abwürgen auf Dauer nicht wirklich spannend. Überzeugte Deathgrind Maniacs wird dieser Umstand sicherlich weniger stören, denn rein musikalisch geht "Fragments" fraglos in Ordnung und nach zwei Durchläufen geht das Teil richtig gut in die Birne.

"Fragments" gibt seinen Reiz nicht bereits beim Erstkontakt preis, sondern bedarf einer kleinen Anlaufzeit. Wer diese jedoch einplant und ein Freund genannter Hellskuad ist, der wird mittels vorliegendem Album eine feine Bereicherung seiner heimischen Sammlung vorfinden. Dabei schaffen es Dysentery, den Pegel auf gleichbleibend gutem Level zu halten und präsentieren ein Krawallalbum, welches mit der Zeit sogar richtig Laune macht. Bin ja mal gespannt, wie sich die Burschen weiterentwickeln.

Artikelbild Copyright: Comatose Music

  • 7.5/10
    Gesamtwertung - 7.5/10
7.5/10

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