Gore House Productions

MORTAL TORMENT – Cleaver Redemption

Brutalen Death Metal haben sich Mortal Torment auf ihre Flagge geschrieben, die mit vorliegendem Säbelrasseln ihren zweiten vollwertigen Longplayer servieren. Die Truppe stammt aus Griechenland und hat thematisch eine kleine Vorliebe zu Dingen wie Schmerz, Folter und Zerstörung - alles Zutaten, die ordentlich Dunst unter der Haube vermuten lassen. Und richtig, fromme Seelen sind die Typen auf keinen Fall, wird doch sofort vorbildlich losgeholzt, wobei die gute Produktion ebenso Druck aufbaut. Rein stilistisch prügelt man sich durch das bekannte Death Metal Repertoire, will heißen, dass hier beständig geknüppelt wird, aber ebenso auch schwerfällige Passagen in das Geschehen eingeflochten sind. Was die Artikulierung angeht, so ist man um Abwechslung bemüht, was sich vom Grunzen bis hin zur gutturalen Aushustung äußert. Am besten zu fruchten vermag das Material, wenn interessante Breaks und Riffs zum Vorschein treten, so etwa beim Titeltrack, der sich damit schnell im Hirn festsetzt. Dass Mortal Torment Schliff haben, ist bereits beim ersten Durchgang festzustellen, wo erwähntes "Cleaver Redemption" oder das folgende "Sculpting The Dead" aufhorchen lassen, ehe mittels "Necropitogyron" die kürzeste Eruption aus den Boxen fleddert, bei welcher es nicht einmal einer halben Minute bedarf. "Masturbating The Deranged" wartet hingegen mit einem wunderbar ballernden Schlagwerk auf, während der Rauswurf "Hymn To The Rotten" dagegen nochmals das gelungene Wechselspiel zwischen schweren und agilen Passagen aufzeigt.

"Cleaver Redemption" ist eine ordentliche Wutspritze, die zwar in Sachen Artwork etwas zu wünschen übrig lässt, aber damit trotzdem in Ordnung geht. Ansiedeln lässt sich das Ding übrigens irgendwo in der Nähe von Konsorten wie etwa Body Harvest und Human Chunks, womit eigentlich alles geklärt sein dürfte.

Artikelbild Copyright: Gore House Productions

  • 7/10
    Gesamtwertung - 7/10
7/10

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