Rotten Roll Rex

PLASMA – Dreadful Desecration

Mit Plasma macht sich ein deutsches Geschwader auf, die hiesige Goregrind Szene mal etwas aufzumischen. Immerhin hat es fast 10 Jahre gedauert, was das letzte Werk betrifft, was sich aber gelohnt hat. Bei dem fetten Sound qualmen da frühzeitig die Socken und Plasma verstehen ihr Handwerk. Unglaublich mit welcher Wucht "Cadaver Needed" aus den Boxen drischt- da fällt es richtig schwer, ruhig sitzen zu bleiben. Und das coolste ist, das "Dreadful Desecration" auch nicht viel anders wird- will verlauten, die Burschen säbeln, wuchten und grooven sich mit Wonne durch das komplette Album, welches schon fast als Bulldozer Goregrind durchgeht! Der Grad der Intensität ist absolut vorbildlich und in Sachen Eingängigkeit gibt es ebenfalls absolut nichts zu meckern. Vielmehr macht es aufgrund der hohen Güte sogar verdammt noch mal unheimlich viel Laune und der Regler der heimischen Anlage wird dabei gerne aufgedreht. Einen expliziten Anspieltipp zu benennen fällt arg schwer, denn es drischt an allen Ecken und Kanten. Ok, vielleicht "Body Snatched", oder das folgende The Resurrection Men"- ein Knaller jagd den nächsten und was zudem auffällt, ist die Tatsache, dass man es nicht einmal nötig hat, auf obligatorische Einspieler zurückzugreifen. Nee, Plasma setzen vielmehr auf wuchtige Arrangements mit Hitcharakter.

"Dreadful Desecration" ist das wohl bislang beste Goregrind Album, welches ich in diesem Jahr vernommen habe. Dank der Krachschmiede Rotten Roll Rex ist hier ein verdammt heißes Eisen am Glühen und sage mal einer, man könne keine Akzente mehr setzen. Plasma können dies und treten mit "Dreadful Desecration" jedem Weichei vor die Kinnlade, vor allem mit einem Kracher wie "Burial Burking". Einfach nur geil!

Artikelbild Copyright: Rotten Roll Rex

  • 9/10
    Gesamtwertung - 9/10
9/10

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