Splatter Zombie Records

VHS – Screaming Mad Gore

Der Konsum von diversen Schundstreifen hat schon bei so mancher Truppe seinen Einfluss hinterlassen und auch die Kanadier von VHS haben da scheinbar ihre Faves. Dabei ist "Screaming Mad Gore" als eine Art Hommage an die Blütezeit jenes Genres zu verstehen, was nun jedoch nicht verlauten soll, dass VHS sich dessen so typischen Goregrind bedienen. Die Burschen zelebrieren vielmehr eine Mixtur aus old school Death Metal, Grindcore mit diversen Spritzern aus Thrash und Punk, weshalb das Teil auch Konsumenten von Crust ansprechen dürfte. Das Resultat ist eine eingängige Scheibe, derer kurzen Eruptionen von allerlei Einspielern garniert wird, und die durch ihren Stilmix eine spürbare Frische mit sich bringt. Mal geht es etwas behäbig zu, hier und da sind Gitarrensolos gegeben und dann gibt es lebhaftes Geknüppel, wobei "Screaming Mad Gore" im Gesamten aber zu keiner Zeit chaotisch wird oder in unkontrolliertes Gehacke übergeht. Man ist vielmehr für verschiedene Stile offen und lässt dies den Käufer auch spüren, auch wenn ich mir meinerseits noch mehr Druck unter der Haube gewünscht hätte. VHS lassen es sich zudem nicht nehmen, auch noch mit diversen Gastmusikern aufzutrumpfen, wobei unter anderem Namen wie Impetigo und Massacre zu benennen sind. Man ist und bleibt also unter Gleichgesinnten.

Fazit: Mit dem vorliegendem Debüt ist den Jungs jedenfalls ein ordentlicher Einstand gelungen, wobei man aber noch weiter am eigenen Stil arbeiten sollte. "Creaming Mad Gore" geht leicht in den Schädel, ist sauber produziert und wird deshalb auch seine Käufer finden.

Artikelbild Copyright: Splatter Zombie Records

  • 7/10
    Intensität - 7/10
  • 7/10
    Wiedererkennungswert - 7/10
  • 9/10
    Eingängigkeit - 9/10
  • 7/10
    Artwork - 7/10
  • 8/10
    Klangqualität - 8/10
7.6/10

Kurzfassung

Grind, Crust & Zombies

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben