Comatose Music

DESECRATE THE FAITH – Unholy Infestation

Texas ist die Heimat der Meuchelmörder von Desecrate The Faith, deren aktueller Longplayer unter der Krachschmiede Comatose Music seinen Vertrieb findet. Drei Jahre sind seit dem letzten Longplayer ins Land gezogen, wobei mir jener allerdings nicht geläufig ist. Somit kann ich natürlich keine Referenzen beziehen, weshalb "Unholy Infestation" für sich sprechen muss. Desecrate The Faith sind dem Labelgenre entsprechend im Sektor des brutalen Death Metal beheimatet und agierend vorwiegend im Uptempo, husten in gutturalen Gefilden und wüten in gesteckten Grenzen. Was unterscheidet aber eigentlich die Burschen vom großen Rest des Labels? Um ehrlich zu sein, eigentlich nicht viel. Wie bei vielen ähnlich agierenden Klöppelmeistern, so liegt das Augenmerk vorrangig auf Brutalität, sprich es wird gesägt und gegrunzt, was das Zeug gibt. Gelegentlich wird das Tempo auch mal etwas gedrosselt, was allerdings erwartungsgemäß von kurzer Natur ist, ehe das Sperrfeuer abermals Ausdruck findet. Die Gefahr liegt dabei im sogenannten Verkommen zum Normalen, wobei man aber glücklicherweise doch noch die Kurve kriegt, was unter anderem einen guten "Ceremonial Invocation" zu verdanken ist. Mit dem folgenden "Sacrilege Reborn" driftet man dann auch mal leicht in Slam Gefilde ab, ehe "Let Us Burn" noch mal eine deutliche Sprache aufzeigt.

Abheben können sich Desecrate The Faith mit ihrem neuen Longplayer kaum, denn die Masse ähnlicher Scheiben ist schlicht und einfach zu groß. Zum Ohren freipusten geht das Ding aber völlig in Ordnung, wobei aber auch immer bedacht werden muss, dass dieser stilistische Sektor kaum Freiraum für unvorhersehbare Eingebungen hergibt, denn dafür steckt diese Szene zu tief in eigens gesteckten Grenzen.

Artikelbild Copyright: Comatose Music

  • 7/10
    Gesamtwertung - 7/10
7/10

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