WOLFSSCHREI – Interview

Kürzlich veröffentlichten WOLFSSCHREI ein neues Werk, welches abermals für rohen, unverfälschten Schwarzstahl steht. Die Gelegenheit war also günstig, mit Taaken in Kontakt zu treten, der sich nicht lumpen lies, für NecroWeb einige Einblicke in das Bandleben zu gewähren. Hier könnt ihr das komplette Interview lesen. Bitte schön...

blizzard: Glückwunsch zu einem weiteren ordentlichen Werk! "The Unknown Spectre Of Evil" ist so geworden, wie ihr es euch vorgestellt habt, oder?

Taaken: Danke, ja im Grunde ist es geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte, allerdings muss man dazu sagen, dass ich an einigen Stellen selbst überrascht war. So übertraf Thon beispielsweise meine Erwartungen, was den Part des Schlagzeugs angeht, was letztlich dazu führte, dass ich an den Gitarren weitaus mehr spielerische Freiheiten hatte, als vorher angenommen.

blizzard: Eigentlich scheint ja die Zeit reif für einen weiteren vollwertigen Longplayer. War es von Anfang an geplant, nur eine MCD zu veröffentlichen?

Taaken: Es war von vornherein geplant, nur ein Minialbum in dieser Konstellation aufzunehmen, die Idee dazu kam auf, da ich auch mit Thon und seiner Band Sõjaruun bei Black Devastation gut zusammenarbeite, wie des Weiteren bereits eine Split-EP mit Odal und Sõjaruun gemacht wurde und sich im Laufe der Zeit eine gute Freundschaft entwickelt hat. Irgendwann fragte ich dann einfach, ob er nicht einmal Lust hätte, für WOLFSSCHREI Schlagzeug zu spielen, woraufhin er zustimmte und wir das Projekt in Angriff nahmen. Ein Longplayer ist nun auch langsam in Arbeit. Da ich ja aber auch an anderen Projekten arbeite, wie zum Beispiel meiner Hauptband Odal, mit der wir zur Zeit auch an einem neuen Album arbeiten, wird dies wohl noch eine Weile dauern, ich habe es da nicht so eilig, da WOLFSSCHREI keine Band ist, die jedes Jahr ein neues Album veröffentlichen muss.

blizzard: Wie lange habt ihr gebraucht, um "The Unknown Spectre Of Evil" einzutrümmern? Gab es unvorhersehbare Probleme bei den Aufnahmen?

Taaken: Da wir ja in dieser Konstellation nun über Landesgrenzen hinaus arbeiten, hat die Aufnahme alles in allem etwa 2 Monate in Anspruch genommen. Probleme gab es dabei aber keine, es klappte alles erstaunlicherweise sehr gut, man musste sich halt einige Sachen mehrmals hin und her schicken, was letztendlich einfach die Aufnahmezeit etwas in die Länge zog.

blizzard: Am Schlagwerk tobt sich jetzt ein gewisser Thon aus. Warst Du bisher nicht dafür verantwortlich?

Taaken: Auf alten WOLFSSCHREI-Veröffentlichungen habe ich das Schlagzeug selbst gespielt, war aber, wie schon erwähnt, sehr froh, Thon mal für eine Aufnahme begeistern zu können. Wie man am Ergebnis hört spielt er weitaus besser als ich, was bei dem Minialbum einfach dazu führte, dass wir technisch ausgereifter spielen konnten und letztlich dazu führte, diesen Hassbrocken ausspucken zu können. Wie allerdings das künftige Gefüge von WOLFSSCHREI aussehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar, ich weiß also nicht, ob ich auf dem Album das Schlagzeug wieder selbst einspielen werde, oder ich noch einmal Thon dafür rekrutieren werde oder beziehungsweise kann.

blizzard: Was steht zuerst - Musik oder Texte? Habt ihr dabei eine feste Einteilung oder bringt jeder seine Ideen unter?

Taaken: Bei WOLFSSCHREI ist es so, dass zuerst die Musik steht und dann der Text dazu kommt. Die Musik schreibe ich grundsätzlich alleine, aber natürlich lässt jeder eigene Ideen für sein Instrument einfließen. So spielt Naudhiz einige Bassläufe, die er selbst entwickelt hat und auch Thon hat seine Schlagzeugparts zu den Gitarren selbst geschrieben.

blizzard: Was ist die textliche Inspiration bei WOLFSSCHREI? Eigene Erfahrungen, spezielle Einflüße?

Taaken: Von Einflüssen und Ideen wird man natürlich immer auf unterschiedliche Weise inspiriert, dies beinhaltet eigene Erfahrungen wie natürlich auch situationsorientierte Gedankengänge und Gemütszustände. Dies ist auch bei WOLFSSCHREI der Fall. Einflüsse haben verschiedenste Ursprünge, welche sich dann aber in einem und demselben Text miteinander kombinieren lassen, um eine gewisse Aussage zu treffen.

blizzard: Die Artworkgestaltung bei WOLFSSCHREI erscheint mir eher schlichter Natur. Wie wichtig ist in deinen Augen die optische Darbietung?

Taaken: Da WOLFSSCHREI eher dem Prinzip des rohen Black Metals folgt, soll sich dies natürlich auch in der Optik wiederspiegeln, um ein gewisses Gesamtkonzept darzustellen. Es wäre meiner Meinung nach unpassend, übertrieben entworfene Layouts zu benutzen, da diese weder die Texte, noch die Musik reflektieren würden.

blizzard: WOLFSSCHREI steht für rohen, unverfälschten Schwarzstahl. Seht ihr euch damit eigentlich als Teil des Black Metal-Untergrund?

Taaken: Ja natürlich sehe ich WOLFSSCHREI als ein Teil des unverfälschten, elitären Black Metal-Untergrunds.

blizzard: Ist WOLFSSCHREI eine reine Studioband oder macht ihr auch live die Bretter der Welt unsicher?

Taaken: Nein, wir machen lediglich die Studiobretter unsicher, WOLFSSCHREI ist und wird nie eine Liveband sein.

blizzard: Wie schauts denn mit Kontakten zu Gleichgesinnten aus? Kannst Du unseren Lesern einige besondere Bands empfehlen?

Taaken: Es gibt viele gute Untergrundbands, spezielle empfehlen möchte ich an dieser Stelle nicht.

NecroWeb: Vielen Dank für dieses Interview. Letzte Worte?

Taaken: Ich danke für den Support, keep the flames burning.

 

Artikelbild Copyright: Wolfsschrei

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