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VENEREAL MESSIAH – Decorations Of Decapitation

Wirklich sehr lecker wird das vorliegende Teil der Sickos von Venereal Messiah eingeleitet, die damit flux alle Schöngeister verschrecken werden. Die Typen zelebrieren abgedrehten Gurgelgrind, dessen Artikulierung an das Knurren eines tollwütigen Köters und das Gerülpse von versifften Säufern erinnert. Angaben zufolge sollen diese komischen Laute sogar ohne jegliche Effekte eingewürgt wurden sein, und wenn das wirklich der Fall sein sollte, dann gilt es mal Respekt zu zollen. Im Gegensatz zu dieser extremen Seite, so haben Veneral Messiah aber alles andere im Hirn, als sich jenes komplett rauszudreschen. Vielmehr gibt es sogar recht variablen Goregrind, welcher aber kein neues Material birgt. "Decorations Of Decapitation" gleicht nämlich einer Art Compilation, wo unter anderem diverse Splits, aber auch unveröffentlichtes Zeug Verewigung finden. Natürlich ist der lyrische Aspekt mal wieder von allerlei Abartigkeiten geprägt, was bereits diverse Titelgebungen schon andeuten. Jetzt frag mich aber bitte keiner, warum man das Zeug in ein so schrammiges Klanggewand gepackt hat. Hätte man jenes hier aufgearbeitet, so wäre "Decorations Of Decapitation" vielleicht sogar mit ordentlicher Durchschlagskraft aufgeschlagen. So aber fehlt der Gurgelsuppe leider etwas Würze, steht doch hier die Artikulierung hörbar im Vordergrund.

Wer gesangliche Extreme sucht, der wird garantiert fündig werden. Rein stilistisch ist dieses Ding aber vielmehr mit Einfachheit bestückt, was in durchschnittlich anmutenden Goregrind resultiert, der zwar ganz nett anzuhören ist, aber keinerlei markante Einsprengsel präsentiert. Diesbezüglich hat man also noch Arbeit vor sich, wobei aber auch gesagt werden muss, das Venereal Messiah mit ihrer letzten EP "Bleeding The Humans" dieses Manko sogar ausmerzen konnten.

Artikelbild Copyright: Venereal Messiah

  • 6.5/10
    Gesamtwertung - 6.5/10
6.5/10

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