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PSYCHOSOMATIC SELF-MUTILATION – The Apex Of Selective Extinguishment

Eine internationale Zusammenarbeit resultiert in den Namen Psychosomatic Self-Mutilation, wo die Staaten Norwegen und Kanada eine kernige Fusion zelebrieren, die in einem kurzweiligen, dafür aber recht derben Opus münden. Psychosomatic Self-Mutilation ist eine junge Band, deren thematische Abhandlung in Dingen wie Folter, Ableben und Selbstverstümmelung erfolgt, was dem brutalen Death Sektor kein Fremdes ist. Der gut produzierte Bulldozer Slam wird in sechs kernigen Darbietungen festgehalten, die teils enorm scharfe Riffgewitter verbreiten, deren Flankierung selbstverständlich nichts für Schöngeister ist- eine Ausrichtung die für Rotten Music mehr als geschaffen ist. Das britische Lärmlabel dürfte damit voll das Beuteschema jener Freaks abgreifen, die Grunzoktaven und fiesen Slam Death Metal zum Leben brauchen. Psychosomatic Self-Mutilation ist dabei aber auch nur einer von vielen guten Vertretern, die es zwar schaffen, sich schnell in die Rübe zu fräsen, aber am Ende auch kaum Akzente zu setzen vermögen. "The Apex Of Selective Extinguishment" knallt ohne Frage von vorn bis hinten, allerdings bleibt leider nicht viel hängen, da es von dieser Sorte mittlerweile einfach schon fast zu viele Kollegen gibt. Das eng gesteckte Metier erlaubt nur wenige Ausbrüche, aber vielleicht fehlt manchmal auch einfach nur der Mut, sich von den Grenzen abzusetzen. Potenzial ist bei den Jungs vorhanden, lediglich die Abwechslung schwächelt. Was die Qualität angeht, so ist "The Apex Of Selective Extinguishment" hingegen als vorbildlich zu benennen, denn mittels der fetten Umsetzung schafft man es mühelos, unvorsichtige Weicheier an die Wand zu drücken. Ob das aber auf Dauer reicht? Ich hege leichte Zweifel, auch wenn ich gestehen muss, immer mal ein Bedürfnis nach dieser Klopperei zu verspüren, die mit Vertretern wie Omnioid auf einem Level agiert.

Wer einfach nur brutaler Kost bedarf, der kann bedenkenlos seine Griffel nach diesem Ding ausstrecken. Anspruchsvollere Verkoster sollten hingegen vielleicht erst einmal Probe löffeln, denn auf Dauer hapert es mit der Motivation.

Artikelbild Copyright: Rotten Music

  • 6.5/10
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