Rotten Cemetery Records / JS Extreme Management

SEVERE PUNISHMENT – The Last Green Soul

Eine gelungene Angelegenheit liegt mit dem vorliegenden Werk vor, welches seinen Vertrieb unter dem recht jungen Label Rotten Cemetery Records findet und mich auf Anhieb irgendwie an die deutschen Saprobiontic erinnert. Kerniger Groove trifft hier auf ein feines Death Metal Geschoss, welches schon beim Erstkontakt seine Krallen ausfährt und sich damit verdienten Respekt verschafft. Severe Punishment haben den Dreh raus, was es heißt, die Stücke variabel zu gestalten und dennoch den Hörer mit einer schönen Salve zu überrollen. Leider ist diese allerdings von recht kurzer Dauer, denn im Bezug zur Spieldauer könnte man "The Last Green Soul" auch als MCD verstehen. Dafür entschädigt man aber eben mit Qualität, obwohl ebenso eine gewisse Räudigkeit vorhanden ist, die allerdings sehr gut in das Gesamtbild passt. Somit kommen da starke Brecher zum Vorschein, wie etwa das wuchtige "Krokodile", der markante Opener "Aokigahara", oder "Dead Forest" mit seinen eingängigen Gitarrenläufen. Jene Aspekte erschaffen im Gesamtbild einen starken Eindruck, weshalb das Teil auch für lange Zeit begeistern kann und das enorme Potenzial aufwirft, welches in dieser Bolztruppe schlummert. Wer in den Genuss des Silberlings kommen will, der sollte jedoch nicht zögern, denn das Teil erschien 2015 in einer Auflage von lediglich 500 Einheiten, übrigens in Zusammenarbeit mit JS Extreme Management.

Severe Punishment sollte man im Auge behalten, denn hier ist etwas am Köcheln, woran man sich bei Unvorsichtigkeit auch ganz fix die Griffel verbrennen kann. "The Last Green Soul" wartet mit guter Produktion auf und kommt ebenso mal nicht mit gutturalem Abhusten daher. Schlicht und einfach brutaler Death Metal, intensiv, und trotzdem variabel dank zahlreicher Tempobreaks. Weiter so!

Artikelbild Copyright: Rotten Cemetery Records

  • 8.5/10
    Gesamtwertung - 8.5/10
8.5/10

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