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BRUTUS – Murwgebeukt

Brutus stammen aus den benachbarten Niederlanden und zocken eine heftige Partie Brutalo Death Metal. Das letzte Album "Slachtbeest" liegt schon etliche Jahre zurück, und obwohl das vorliegende Werk "Murwgebeukt" schon viele Jahre im Kasten ist, so wurde die Truppe durch eine Tragödie zurückgeworfen und lange Zeit war es still um Brutus, die sich aber wieder aufgerappelt haben und im vergangenen Jahr nun jenes Album doch noch veröffentlicht haben. Das Tempo auf diesem Silberweg ist durchweg verdammt hoch und überhaupt scheint man hier Aggression mit Löffeln gefressen zu haben. Keine Gnade, kein Verschnaufen, sondern einfach volles Kaliber durchgezogen. Da sollte man Eier zeigen, wenn man "Murwgebeukt" die Stirn bieten will. Jedoch wirft sich mir frühzeitig schon die Frage auf, wer dieses Gebolze am Stück bitte interessant finden soll. Brutus scheren sich einen Dreck um Abwechslung, sondern ziehen ihr Ding von Anfang bis Ende gnadenlos durch, denn ohne Rücksicht auf Verluste wird die Bude verdroschen. Ja, ein brutales Ding ist hier auf jeden Fall gegeben, aber das Augenmerk auf variable Aspekte und Differenziertheit untereinander wird einfach weggewischt. Damit verbaut man sich logischerweise den eigenen Weg, den von einem eigenen Stil kann ich leider nichts erkennen. Fast eine Stunde hält diese Gewaltorgie an, die dafür vor monotonem Geballer strotzt und keinen Wiedererkennungswert suggeriert. Verdammt, recht ansprechende Ansätze sind doch zum Beispiel in "Vulvanus" und dem Titeltrack zu erkennen, also warum baut man so was nicht aus?

Am Ende sorgen Brutus mit diesem Vieh definitiv für Hirnschäden und einen erhöhten Bedarf an Valium. Für den häufigen Gebrauch ist "Murwgebeukt" kaum gedacht, es sei denn, man hat mal so richtig die Schnauze voll, oder will unliebsamen Gästen vor die Füße pissen.

Artikelbild Copyright: Brutus

  • 6/10
    Gesamtwertung - 6/10
6/10

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