Bizarre Leprous Production

SEPTIC AUTOPSY – Cadaveric Malignancy

Klar doch. Wenn man sich Septic Autopsy nennt und auch noch ein entsprechend passendes Artwork serviert, dann sollte das Resultat schnell klar sein. Freunde des gepflegten Pathologen Klang dürften also nun aufmerksam werden, denn Septic Autopsy zocken Goregrind von mexikanischer Machart. "Cadaveric Malignancy" ist dabei der dritte Longplayer, diverse EPs und Splits (u.a. mit Carnal Excrement, Infected Gastroenteritis, Anatomical Plasticanation...) liegen aber dazwischen. Untätig ist man also keinesfalls und was gibt wohl sonst noch zahlreichen Stoff daher, als das lyrische Ausweiden diverser körperlicher Schwächen, wie Thrombosen oder Erkrankungen, die unter anderem als Diphyllobothriasis bekannt werden. Ja, es gibt eine Menge Scheiße, die man vielleicht auch gar nicht wissen will, aber Septic Autopsy brauchen ja ihr lyrisches Umgebungsfeld und sind deshalb natürlich für diverse Schönheiten zu begeistern. Vom Klang klingt "Cadaveric Malignancy" irgendwie recht steril und strotzt auch nicht unbedingt mit Überraschungen. Vielmehr geht man einen bekannten Weg, Ausnahmen diesbezüglich sind lediglich "Chronical Deep Vein Thrombosis", wo man markante Gitarrenläufe vernehmen kann, sowie der Rauswurf "Infernal Disgust", ein Cover von Exulceration. Sicher gehen die Stücke ordentlich rein, aber man hätte das Geschehen auch ausbauen, beziehungsweise differenzierter umsetzen können.

Septic Autopsy sind für Goregrind Freaks sicherlich interessant, können mich allerdings nicht so überzeugen, wie ich es insgeheim erhofft habe. Zwanzig Tracks, die sich untereinander nur minimal unterscheiden und anfangs gar nicht mal schlecht klingen, fordern nämlich ab einem gewissen Punkt doch ihren Tribut. Mehr Abwechslung sollte also unbedingt eingebaut werden, denn Potenzial ist auf alle Fälle vorhanden. Oder wie heißt es so schön- weniger kann auch mehr sein.

Artikelbild Copyright: Bizarre Leprous Production

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