20 Buck Spin

SCORCHED – Excavated For Evisceration

Als richtiges Werk kann man die vorliegende Scheibe nicht wirklich verstehen, denn das darauf verewigte Zeug ist kein neues Material, sondern beinhaltet das "Hymns From The Cellar" sowie das gleichnamige Demo aus dem Jahr 2015. "Excavated For Evisceration" kann man zudem auch als Appetithappen verstehen, denn die in Delaware ansässige Truppe wartet in diesem Jahr noch mit ihrem zweiten Longplayer auf. Scorched stehen für leicht räudigen Death Metal, welcher auf feinen Dingen wie Kannibalismus und Gore beruht, was auch die zahlreichen Einspieler rechtfertigt, welche in regelmäßigen Abständen platziert wurden. Als wirklich bereichernd empfinde ich jene jedoch nicht, den der Spielfluss erfährt dadurch vielmehr eine gewisse Abbremsung. Los geht es also mit einem schummrigen Intro, welches aus irgendeinem Zombie Streifen stammen könnte, ehe man zeigt, was man so auf der Pfanne hat. Allerdings wird der Pfeffer kurz darauf durch ein weiteres Intro entschärft, was sich im weiteren Verlauf noch mal wiederholt. Komischerweise bleibt nach der Verkostung des Werkes nur bedingt etwas hängen, denn Scorched können mich mit ihrer stilistischen Basis nur bedingt ansprechen. Ein "Fields Of Famine" kann zwar auf Anhieb gefallen, was den doch etwas eingängigen Parts geschuldet ist, hebt das Gesamtpaket aber nicht wirklich an.

Als revolutionär kann man "Excavated For Evisceration" kaum bezeichnen, aber dies liegt den Burschen sicherlich auch fern. Die Produktion hätte ruhig kraftvoller ausfallen können, denn trotz gegebener Wildheit können Scorched kaum mit der Kraft eines Panzers aufschlagen. Wer mag, der sollte mal genanntes Stück oder den Rausschmiss anchecken, den wohl gelungensten Teilen auf dieser Scheibe. Scorched haben übrigens mit Morta Skuld und Embalmer getourt, wo sich die Truppe musikalisch auch bestens einordnen lässt.

Artikelbild Copyright: 20 Buck Spin

  • 6/10
    Gesamtwertung - 6/10
6/10

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