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NECROTIC DISGORGEMENT – Documentaries Of Dementia

Schlechten Tag gehabt? Frust auf der Pfanne? Hier gibt es eine Portion Erleichterung, was ich in dieser Form eigentlich gar nicht so erwartet habe. Necrotic Disgorgement wurden meinerseits mit ihrem Erstwerk schon besprochen, wobei mich die Scheibe nicht wirklich überzeugen konnte. Nun, nach satten neun Jahren, sind Necrotic Disgorgement mit dem zweiten Longplayer am Start, der erwartungsgemäß voll nach vorne geht. Die Typen bieten eine gute Mahlzeit, zusammengestellt aus brutalen Death Metal, mit leichtem Tech Einschlag und einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Da wird mitunter geheizt und geknüppelt, was das Zeug hergibt, aber dennoch sind sich die Burschen keinesfalls zu faul, hier noch spielerische Elemente einzubringen. "Documentaries Of Dementia" ist deshalb aber nicht schwer zugänglich, wobei man dennoch zwei bis drei Besuche einplanen sollte, damit das Zeug richtig funzt. Spaß machen auf jeden Fall die postmortale Flüssigkeitsabsaugung ("Postmortem Fluid Evacuation"), wobei sich das starke "Anal Trauma" hingegen in ganz anderen Windungen abzuspielen scheint, aber zugleich immer wieder diverse Solis eingreifen, und damit einerseits den variablen Aspekt etwas anreichern, und anderseits das Geholze auch mal kurzzeitig auflockern.

Einem D-Zug gleich, so prescht man mittels vorliegender Scheibe durch die Gegend, und irgendwie muss ich gestehen, dass diese teils immense Gerberei durchaus auch ihren Reiz hat. Mit "Documentaries Of Dementia" konnten sich Necrotic Disgorgement zum Debüt auf jeden Fall steigern, bleibt nur noch abzuwarten, ob es abermals neun Jahre dauert, um erneut mit der Band konfrontiert zu werden.

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