PERRY & MULLANEY & PANSEGRAU – Alien: The Weyland-Yutani Report

Vor kurzem konnten wir mit den “H. R. Giger - ALIEN Diaries“ ganz tief hinter die Entstehung eines der wegweisendsten Horror-Filme aller Zeiten blicken und auch heute (sowie in kommenden Artikeln, ich habe für Euch zum Thema nämlich noch einiges in petto) blicken wir ein wenig hinter die Kulissen der “ALIEN“-Filme, allerdings nicht aus Sicht der Produzenten, sondern in Form eines Almanachs, der genau auf die Hintergründe dieser einmaligen Science-Fiction Welt eingeht. Werfen wir also einen Blick in “Alien: The Weyland-Yutani Report“, der den verzweifelten Versuch eines Megakonzerns widerspiegelt einen unberechenbaren Xenomorph als militärischen Waffe zu domestizieren:

Inhalt

Die Science-Fiction- und “ALIEN“-affine Autorin S. D. Perry entführt den “ALIEN“-Fan in “Alien: The Weyland-Yutani Report“, welcher zunächst ausschließlich als hochpreisige Collector`s Edition erschien und nun auch als Standard-Handelsausgabe verfügbar ist, direkt in die düstere Welt der “Alien“-Filme, zu denen auch der “Prolog“ “Prometheus – Dunkle Zeichen“ (2012) gerechnet wird. Der zum Zeitpunkt der Erscheinung des Buches (2014, wenn man vom Erscheinungsdatum der Collector’s Edition ausgeht) noch nicht erschienene Film “Alien: Covenant“ (2017) sowie das gesamte “Alien Vs. Predator“-Universum bzw. sonstige Cross-Over-Veröffentlichungen finden ebenfalls im “Alien: The Weyland-Yutani Report“ keine Beachtung, was auch sehr gut ist, da man sich somit ausschließlich auf die deutlich gelungeneren Horror-Ableger der Reihe fokussiert.

“Alien: The Weyland-Yutani Report“ enthält detaillierte Ansichten aller in den “ALIEN“-Filmen auftauchenden Raumschiffe, Fahrzeuge und Waffen, wie in vorliegendem Fall der USCSS Prometheus aus dem Film “Prometheus – Dunkle Zeichen“ (2012).

So widmet sich “Alien: The Weyland-Yutani Report“ den Inhalten der Filme “Alien – Das Unheimliche Wesen Aus Einer Fremden Welt“ (1979), “Aliens – Die Rückkehr“ (1986), “Alien 3“ (1992), “Alien – Die Wiedergeburt“ (1997) und “Prometheus – Dunkle Zeichen“ (2012). Grob aufgeteilt auf die Inhalte der jeweiligen Filme, wobei durchaus ein roter Faden aus der Sicht des Großkonzerns Weyland-Yutani alle Ereignisse der einzelnen Filme zusammenhält, werden die in den Filmen vorkommenden Rollen (aber nicht die Schauspieler usw., das Buch betrachtet sämtliche Inhalte aus einer Sicht innerhalb des “ALIEN“-Universums), Schauplätze, Institutionen, Waffen, Fahrzeuge und natürlich die Alien-Xenomorphe, in all ihren Formen und ihrem grausamen Entwicklungszyklus, exakt beleuchtet. Ein Beispiel: Zum Film “ Aliens – Die Rückkehr“ (1986) (welcher übrigens mein absoluter Favorit unter den “ALIEN“-Filmen ist) werden z.B. alle Colonial Marines, die zusammen mit Ripley auf dem Kolonieplaneten Hadleys Hope landen, in Form von detaillierten Steckbriefen vorgestellt. Auch ihre markante Ausrüstung, wie die schon legendäre M41A Pulse Rifle und die M56A Smartgun, der coole Panzertransporter M577A Armored Personal Carrier und das Landungsschiff UD-4L Cheyenne Dropship dürfen hier natürlich auch nicht fehlen. Oder wolltet ihr schon immer mal wissen, was der Strichcode der Gefängnisinsassen von Fiorina 161 so bedeutet? Oder wann Ellen Ripley nach der Geburt ihrer Tochter Amanda wieder zu Arbeiten begonnen hat? Oder wie der Vorname der knallharten, smartgunschwingenden Colonial Marine Vasquez lautet? Ja, alle diese und noch viele, viele weitere Fragen werden in “Alien: The Weyland-Yutani Report“ geklärt, was das “ALIEN“-Universum wiederum bereichert und lebendiger werden lässt.

Der Lebenszyklus eines Aliens-Xenomorphs beginnt als spinnenartiger Facehugger, der aus einem Ei schlüpft und dabei idealerweise direkt seinem Wirt ins Gesicht springt, worauf dieser mit einem Alien “geschwängert“ wird. Nur wer legt die ganzen Eier? ?

Verschiedene weitere Extras, wie Zeitlinien, Berichte und sogar eine Kopie von Robert Morses’s Buch “Space Beast“, in dem der einzige Überlebende der schrecklichen Ereignisse auf dem Gefängnisplaneten Fiorina 161 die Begegnung mit dem Alien-Xenomorph schildert, bereichern “Alien: The Weyland-Yutani Report“ ungemein, handelt es sich hierbei doch auch im viele Informationen und Specials, die die Ereignisse der Filme und somit das “ALIEN“-Universum als Gesamtes sinnvoll erweitern. Viele dieser Zusatzdokumente wurden Insight Editions-typisch aufwändig als Aufklappseiten, eingeklebte Seiten in unterschiedlichen Größen oder sogar als kleine “Büchlein im Buch“ ins Hauptwerk integriert.

Das passenderweise “Chestburster“ genannte Jungtier des Alien-Xenomorphs bricht daraufhin aus dem Wirt heraus, indem es seinen Brustkorb sprengt und sich dann schleunigst vom Acker macht um zu wachsen…

Begleitet werden die zahlreichen informativen Texte von diversen Bildern aus den Filmen, sowie zahlreichen Artworks der Künstler John R. Mullaney (Illustrationen der Fahrzeuge und Waffen) und Markus Pansegrau (Bilder der Xenomorphe). Während die Filmszenen und Portraits der einzelnen Figuren der Filme sehr gut ausgewählt wurden und eine hervorragende Qualität aufweisen, habe ich bei der Auswahl der Xenomorph-Artworks teilweise ein paar Probleme, da diese zum Teil schon arg künstlich wirken, was daran liegt, dass diese mittels digitalen Bilderstellungs- und Bildüberarbeitungsprogrammen am PC erstellt wurden. Einerseits wirken diese oft sehr plastisch und teilweise auch sehr realistisch-organisch, was gerade bei einem Facehugger oder Chestburster zu sehr coolen Effekten führt, bei der Darstellung der Alien-Xenomorphen wirkt das Ganze allerdings zu “sauber“ und passt dadurch irgendwie nicht zu “ALIEN“. Hier hätte ich mich über mehr Abwechslung gefreut, die auch der Herkunft des Alien-Xenomorphs aus der Hand des Schweizer Künstlers H. R. Giger bzw. der Darstellung der unheimlichen Wesen in den Filmen etwas näher gekommen wäre. John R. Mullaneys Bilder der verschiedenen Raumschiffe, Fahrzeuge und Waffen hingegen sind extrem detailliert und absolut perfekt. 

… und zu dem perfekten Killerorganismus heranzureifen, den wir alle so schätzen. ?

Veröffentlichung

“Alien: The Weyland-Yutani Report“ erscheint beim Verlag Insight Editions mit Sitz in den USA als hochwertiges, gebundenes Hardcover Buch (Format: Höhe: ca. 28,6 cm; Breite: ca. 24,3 cm). Der Einband ist gummiert und weist dank einem Prägedruck das Weyland-Yutani-Logo im Zentrum des Covers auf. Eine Schmuckschärpe mit einem fies dreinblickenden Alien sorgt für zusätzliche Zierde. Die 160 Seiten (plus zusätzlich einige eingeklebte Extra-Seiten) des Werkes weisen eine sehr gute Druck- und Papierqualität auf. Das Buch ist auf Englisch.

“Alien: The Weyland-Yutani Report“ erhaltet ihr beim Verlag Insight Editions (USA) oder alternativ auch bei Amazon Deutschland.

Neben der Standardausgabe ist zusätzlich eine Collector’s Edition bei Insight Editions erhältlich.

Fazit

“Alien: The Weyland-Yutani Report“ erweist sich dank exakter Aufzeichnungen diverser Fakten aus den “ALIEN“-Filmen, sowie absolut gelungenen Ergänzungen, als tolle Bereicherung für das “ALIEN“-Universum und sollte bei keinem “ALIEN“-Fan in der Sammlung fehlen.

Für weitere Eindrücke zum “Alien: The Weyland-Yutani Report“ empfehle ich Euch auch unbedingt den offiziellen Buch-Trailer:

Alien: The Weyland-Yutani Report (Hardcover Edition)

Verlag/ Label: Insight Editions
Autor: S. D. Perry
Veröffentlichung: 26.04.2016
Seitenzahl: 160
ISBN: 9781608878666
Altersfreigabe: unbekannt
Webseite: https://insighteditions.com/product/alien-the-weyland-yutani-report-trade-ed/#prettyPhoto
Webseite 2: Amazon
Webseite 3: https://insighteditions.com/product/alien-the-weyland-yutani-report/
Copyright Artikelbild: Twentieth Century Fox Film Corporation
Copyright andere Bilder: Twentieth Century Fox Film Corporation

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