Pulverised Records

GATEWAY – Boundless Torture

Robin Van Oyen dürfte bislang vor allem im Untergrund einen Namen haben, denn mit seinem Kinde Gateway sorgt der Musiker durchaus für verstörende Träume. Seit Bestehen von Gateway zelebriert man eine wuchtige Schiene, die ihre Fänge im finstersten Doom/Death hat und damit vor allem Freunde von Famishgod verzücken dürfte. Zentnerschwer malmt sich der Erschaffer jener abtrünnigen Klänge durch die karge Landschaft, nichts hinterlassend als Schutt und Asche, wobei gerade die allgemein vorhandene Schwere eine überaus drückende Basis bildet. Dies ist nichts Neues im Schaffen von Gateway, wobei das Artwork und der unzweifelhaft damit zusammenhängende Titel schon andeuten, um was sich hier das Geschehen dreht. Logisch, dazu kann es kaum einen passenderen Soundtrack geben, und wie es klingt, wenn da mal richtig Zunder eingebracht wird, kann man anhand von "Iron Storms" erhören. Schade nur, das dies ein sehr kurzer Track ist, aber die wahre Atmosphäre zeigt sich mit dem längeren "Odyssey Of The Bereaved" auf, dem auch stärksten Titel auf dieser EP, was der dezenten Tastenuntermalung geschuldet ist. Davon sollte man vielleicht in Zukunft etwas mehr einbringen, und zwar genau in dem hier, verhaltenen Maß, was enorm Stimmung erschafft und garantiert weitere Bereicherung verspricht.

Gateway ist und bleibt ein fieser Bastard, ganz seiner stilistischen Ausrichtung treu und für dunkle Seelen ein geschaffener Abgang für einen beschissenen Tag. Bei "Boundless Torture" hängen dunkle Wolken metertief, von Lebensfreude hingegen gibt es nicht den Hauch einer Spur. Fazit: Wer dem bisherigem Schaffen von Robin Van Oyen verfallen ist, der muss sich das lebensfeindliche Spektakel in die Bude holen.

Artikelbild Copyright: Pulverised Records 

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