Carbonized Records

MORTUOUS – Through Wilderness

Aus der Asche von Funerealm sind Mortuous entstiegen, eine Truppe aus den Staaten, die nun seit längerer Zeit eine feste Besetzung birgt und ihre Schneise im Death Metal schlägt. Bei vorliegendem "Through Wilderness" handelt es sich um das Debüt, wobei der thematische  Kern auf Dingen wie philosophischen Ansichten über den Tod und anti-technologische Themen beruht, und auch die stilistischen Bezüge dürften mit Kapellen wie Autopsy und Incantation schnell gefunden sein. Neulinge sind dabei keinesfalls am scharren, denn die Typen dürften von Exhumed und Necrot vielleicht bekannt sein. Der gebotene Todesblei scheint manchmal etwas chaotisch und wild, ist aber durch diverse Solis immer seine Auflockerung wert. Trägheit ist ein weiterer Faktor, der hier zur Geltung findet, was sich in morbiden Dingern wie etwa "Crysalis Of Sorrow" äußert, und ein passendes Wechselspiel aufwirft. Also wenn die Jungs solches Zeug beim nächsten Anschlag noch mehr auf Lager haben, wäre das ziemlich geil. Es muss eben nicht immer Geballer sein, sondern Tempobreaks sind hier das A und O, weshalb dieses Stück auch definitiv das beste auf diesem Longplayer verkörpert. Aber auch der Rauswurf ist eine Vertonung, die da unmittelbar, aufgrund des getragenen Mittelteils, ins Ohr fällt. Den kurzen Flöten Einsatz am Ende des Tracks finde ich hingegen alles andere als bereichernd. Aufmerksamen Kennern dürfte auch nicht der Gastauftritt von Chris Reifert entgehen, welcher bei "The Dead Yet Dream" und "Anguish And Insanity" ins Mikro röhrt.

Mortuous liefern mittels ihrem Erstwerk einen soliden Start, der Freunde des amerikanischen Todesblei zufriedenstellen dürfte. Die Truppe serviert mit genannten "Crysalis Of Sorrow" und "Screaming Headless" coole Brecher, die das schlummernde Potenzial aufzeigen, von dem es in Zukunft mehr zu präsentieren gilt.

Artikelbild Copyright: Carbonized Records

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