Pulverised Records

GUTTER INSTINCT – Heirs Of Sisyphus

Death Metal und Schweden. Man könnte meinen, irgendwann muss das doch mal ausgelutscht sein, aber erstaunlicherweise ist dort oben ein scheinbar unermüdliches Potenzial an begabten Köpfen vorhanden, denn auch Gutter Instinct sind alles andere als eine 08/15 Truppe. Also der Opener "Satan Within" ist ja sogleich mal eine ordentliche Ansage, wild und räudig wird da gebrettert, ehe es kurzzeitig schwerfällig ans Eingemachte geht. So hat eine Eröffnung zu klingen! Aber bei Gutter Instinct lässt man sich nicht die Butter vom Brot nehmen, und so überzeugt mich auch das folgende "Zenon" mit feiner, eingängiger Gitarrenarbeit, die sich auf Anhieb in die Ohrmuschel gräbt. Überhaupt schafft man es, immer mal diverse Kleinigkeiten in das Treiben einzubauen, wie ein kräftiger Part des Schlagwerks in "The Abyss Speaks", oder ein treibender Aspekt, der "Tip Of The Spear" begleitet. Einen Blick auf variablen Songaufbau gilt es am besten beim Titeltrack zu bestaunen, markante Momente sind es nämlich dort, die "Heirs Of Sisyphus" zum Paradetitel aufsteigen lassen. Wer nun noch die Regler ordentlich aufdreht, der kann schnell feststellen, dass Gutter Instinct damit vorbildlich wuchten und auch ein melodischer Anteil findet seinen Bestand.

Mit dem zweiten Longplayer melden sich Gutter Instinct eindrucksvoll an der Death Metal Front zurück, und auch wenn das Artwork nicht so wirklich die Klasse preisgibt, die "Heirs Of Sisyphus" ausmacht, so gilt es dennoch die zittrigen Griffel danach auszustrecken. Gutter Instinct schaffen es also tatsächlich dem Hörer aufzuzeigen, dass der skandinavische Elchtod noch lange nicht am Ende ist, und so lange Kaliber wie "Heirs Of Sisyphus" an die Oberfläche gespült werden, bin und bleibe ich auch voll dabei- geile Sache!

Artikelbild Copyright: Pulverised Records

  • 9/10
    Gesamtwertung - 9/10
9/10

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