Cyclic Law

AJNA – Lucid Intrusion

Nachdem ja das letzte Werk unter Reverse Alignment publiziert wurde, so ist man nun mit dem neuen Output bei Cyclic Law untergekommen. Keine schlechte Wahl, aber ob man mit dieser Tatsache ebenso an das vorzügliche "An Era Of Torment" aufschließen kann? Die fragwürdige Existenz von Geistern wird darauf erforscht, wobei es für so etwas natürlich kaum ein besseres Genre als Drone/Dark Ambient gibt. Ajna, beziehungsweise der dahinter agierende Musiker, konnte bereits durch starke Werke auffallen, und ja, mittels "Lucid Intrusion" schafft man es ohne Probleme, dass hohe Level zu halten. Abermals in recht brenzliger Auflage erschienen, so finden neun düstere Vertonungen hier ihren Einsatz, welche aber am besten bei aufgedrehtem Regler zur Geltung finden. Der recht dunkle Grundtenor ist dabei ein ständiger Begleiter, wenn es darum geht, sich durch Katakomben und Tunnel zu schlagen, schemenhaften Gestalten und verfolgenden Schatten auszuweichen, deren Bedürfnis nach Geltung und Anerkennung des Daseins scheinbar alle erforderlichen Mittel rechtfertigt. Die Schatten hören nicht auf ihre Kreise zu ziehen. Trug oder Schein? Eine Frage des Glaubens oder tatsächlich in irgendeiner Form existent? Die Antwort dazu wird man bei "Lucid Intrusion" im eigentlichen Sinne sicherlich nicht finden. Aber einen musikalischen Soundtrack dazu, dessen Basis auf vorrangig düsterem Drone Ambient beruht, wo man es schafft, immer mal eine gewisse Atmosphäre einzubauen.

Weniger bedeutet in diesem Fall mehr und wer ein Freund von Ajna ist, der muss sich das Album definitiv in seine Sammlung holen. Einem finsteren Traum gleich, so gilt es sich gleiten zu lassen, in dunkle Sphären, schwarze Löcher und alles verschlingende Strudel. "Lucid Intrusion" klingt weder bequem, noch einladend. Von daher sollte auch die eigentliche Zielgruppe klar sein.

Artikelbild Copyright: Cyclic Law

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