Comatose Music

REGURGITATION – Clitoraldectomy

Nicht mit anderen gleichnamigen Vertretern sollte diese Combo verwechselt werden, welche hier eine EP nochmals auf den Markt wirft, welche allerdings bislang einer breiteren Hörerschaft verborgen blieb. Regurgitation zocken eine fieses Death Metal Brett, mit leicht technischer Finesse angereichert und jeder Menge Wut im Wanst. Also eigentlich auch kein Wunder, dass Comatose Music hier ihre Finger mit im Spiel haben. Verteilt auf fünf Axtschläge, so suhlen sich die Typen in einer blutigen Brühe aus Gore, Tod und Perversion, brettern ausschließlich im hohen Tempo daher und lassen es sich ebenso nicht nehmen, gleich noch Suffocation mit in das Treiben einzubinden. In Form einer gelungenen Cover Version von "Incecting The Crypts" huldigt man da den Burschen, die wohl mit zu den Begründern des brutalen Slam Death Metal gezählt werden dürfen. Regurgitation verstehen ihr Handwerk, und auch wenn man kurzzeitig mal die Felle nicht ganz so vermöbelt, so ist "Clitoraldectomy" in seiner Gesamtheit fraglos ein kräftiges Kaliber, welches aber leider auch nur eine kurzweilige EP verkörpert. Dafür sind die Salven auf einen qualitativ hohem Niveau, wobei es anderseits ja auch vielleicht gar nicht mal so schlecht ist, dass der Tonträger einer ehr eingeschränkte Dauer aufweist. Denn wenn Regurgitation eine vollwertige Orgie brettern, dann sollte man ruhig noch etwas Interessantes einbauen, um hier den Hörer bei Laune zu halten.

Das deftige "Clitoraldectomy" macht definitiv Lust auf mehr und dürfte Liebhaber des derben Ami Death Metal in Verzückung bringen. Ein guter Anfang ist gemacht, Weicheier sollten aber besser Abstand nehmen.

Artikelbild Copyright: Comatose Music

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