MZ.412 – In Nomine Dei Nostri Satanas Luciferi Excelsi (Re-Release)

Es sind nun doch tatsächlich mittlerweile gut 16 Jahre ins Land gezogen, als MZ.412 den Olymp des Black Industrial bestiegen. Wer jenen erklimmen will, muss erst einmal die Intensität von Stücken wie "Black Earth" und "Salvo Honoris Morte" erreichen, zählt "In Nomine Dei Nostri Satanas Luciferi Excelsi" doch auch heute noch fraglos zu den absoluten Referenzwerken jenes Genres. Das gesamte Material ist schlicht und einfach erste Sahne, da gibt es überhaupt nichts dran zu rütteln. MZ.412 ist einfach eine Band, die es geschafft hat, den perfekten Mittelweg zwischen rituellen Klangcollagen und leicht krachigen Industrial zu kreieren. Das zudem arg düster dargeboten, ist auch noch heute mächtig beeindruckend.
Zum Inhalt bedarf es eigentlich auch keiner größeren Erläuterung, sollte das kultige Material doch hinlänglich bekannt sein. Aber man ließ sich nicht lumpen und fügte diesem Werk noch drei starke Bonustracks hinzu, was da die Spielzeit auch noch mal positiv anhebt. Dies wären die Stücke "In Ritual Of Blood And Oath", ein ritueller Auswurf, der sich blendend in das Material einfügt, und "Surge 2", welches eine markante Melodie birgt. Den Abschluss gibt man dann mit "Infinite Hollow" preis, ebenfalls eine exklusive Darbietung. Ultrafinster, rhythmisch und begeisternd.

Wer im Besitz des Originals ist, sollte aber dennoch abwägen, ob ihm die drei Bonustracks wirklich einen Neukauf wert sind. Optisch ist das Ganze hingegen nämlich ein ziemlicher Reinfall geworden und ich vermute ganz stark, dass den folgenden Wiederveröffentlichungen das gleiche Schicksal droht. Nein, ein solch wegweisendes Album wie "In Nomine Dei Nostri Satanas Luciferi Excelsi" hat wahrhaft Besseres verdient, als in einem lapidaren Digipak auf den Markt geworfen zu werden. Sollte es dennoch Menschen auf diesem Planeten geben, die "In Nomine Dei Nostri Satanas Luciferi Excelsi" noch nicht ihr Eigen nennen, dann wird es aber verdammt noch mal höchste Zeit!

Artikelbild Copyright: Cold Spring Records

  • 9.5/10
    Gesamtwertung - 9.5/10
9.5/10

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