OSMOSIS – Deciduous Altars Of Obscure Liturgy

Osmosis ist ein Projekt aus Spanien, dessen Urheber einst bei Carnivorous Voracity mitmischte, und der hier mit seinen eigenem Steckenpferd aufschlägt, aber auch Unterstützung am Schlagwerk bekommt. "Deciduous Altars Of Obscure Liturgy" ist der Einstand, wo die Basis zwischen Death Metal und Grindcore geschlagen wurde, man aber keinesfalls auf eine glattgebügelte Produktion geeicht ist. Vielmehr sind die sechs Stücke etwas dumpf und räudig umgesetzt, werden dem Hörer allerdings auch nicht wie wild um die Ohren gewaffelt. Bei Osmosis geht es mitunter sogar etwas veralten zur Sache, denn trägere Passagen sind keine Seltenheit. Auch in Sachen variable Muster ist "Deciduous Altars Of Obscure Liturgy" nicht schlecht, wobei besonders das Instrumental "Deciduous" seine eigene Sichtweise sprechen lässt. Eine kleine Portion Groove und die leicht dreckige Artikulierung kommen im Gesamtbild noch dazu, was die Angelegenheit zudem recht leicht erfassbar macht. Was mir hingegen auf "Deciduous Altars Of Obscure Liturgy" jedoch merklich fehlt, ist die Durchschlagskraft, was mit einer fetteren Produktion sicherlich vermeidbar gewesen wäre.

"Deciduous Altars Of Obscure Liturgy" geht in Ordnung, aber einen richtigen Knaller kann man leider nicht vorzeigen. Um den Aspekt der Unauffälligkeit zu umgehen, sollte man bei Osmosis in Zukunft unbedingt kraftvolle Argumente einbringen und den Grad an markanten Gegebenheiten aufwerten. Was aber hingegen für die Spanier spricht, ist der Mut zur Offenheit und der Verzicht auf selbst auferlegten Grenzen.

Artikelbild Copyright: Osmosis

  • 5.5/10
    Gesamtwertung - 5.5/10
5.5/10

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