V.A. – Dirty Chicks On Banana Dicks

Nicht weniger als 33 (!) Prügelbarden haben sich auf vorliegendem Sampler vereint, mit welchem das junge Label Clabasster Records nun ordentlich Krawall auf den Markt wirft. Ein schlüpfriges Artwork in Kombination mit ebenbürtigen Vertretern ergibt einen kleinen Vorgeschmack, der sicherlich so manch verklemmten Kunden auf der Zunge brennen dürfte. Aufgrund der enormen Bandfülle werde ich das Treiben aber jeweils nur kurz anschneiden, dennoch soll jede Band benannt werden. TU CARNE dürfen hier den brenzligen Tanz einleiten, die da auch gleich mal mit einem komischen Intro glänzen- keine Ahnung warum, aber sowas ist doch ein feiner Schenkelklopfer! Die Spanier machen dabei auch genau das, was sie auch am besten können, nämlich Goregrind mit markanter Ausrichtung. Aber mit DEEP DIRTY feat. MEATKNIFE wird es dann gleich noch einen Zacken cooler. DEEP THROATH dürfen sich dann gleich zweimal nacheinander auskotzen, ehe die 'Brennenden Arschhaare' von BURNING BUTTHEADS mit dem "Rastplatzfister" dödeln. Also ehrlich, die Sache hier hat Schmackes, womit wir auch schon bei DÜNNSCHISM gelandet sind, die jedoch irgendwie komisch auf mich wirken. Naja, anderseits sollte es auch klar sein, das hier vorrangig durchgeknallte Typen am Ballern sind, wobei BOWEL EVACUATION sich mit schön Groove und dumpfen Klang Gehör verschaffen. Die Schnorchler von BRUTAL SPHINCTER sollten auch keine Unbekannten sein, welche sich erwartungsgemäß ordentlich austoben, ehe CELBRAL ENEMA mit ehr grootiger Produktion um die Aufnahme ins Froschkonzert bitten. Bei ECTOMYECTOMY geht es schon leicht in Slam Gefilde, die Mahlzeit vom Vortag liegt dem Hörer hier mittlerweile zu Füßen, ehe VIVA LA VULVA jene mit Schmackes wegfegen. Für Goregrind Freaks mehr als nur bekannt sind die Burschen von PULMONARY FIBROSIS, die in ihrer entsprechenden Art ein sauberes Ding blasten, in dessen Fahrtwind PURULENT SPERMCANAL jedoch nicht ganz mithalten können. Meine Fresse, so ne Menge Zeug hier. Also kurze Pause, Kaffee reingekippt und weiter geht die Angelegenheit mit SCUFF, die mir bislang nicht bekannt waren und ein ehr schwerfälliges Stück servieren. Nicht minder abgedreht, so nistet sich das Ding aber recht schnell in die Birne, wo dann UxLxCxM noch fix nachtreten- groovige Passagen kopulieren mit eingängigem Aufbau, ein cooler Track. DURAMATER feat. MEATKNIFE lassen meine Augen glänzen, bei dem "Titty Fuck" wäre ich gern dabei gewesen! ALEX MURPHY steht für leicht räudiges Zeug, was im Aufbau aber gut variiert, und MEATKNIFE erwecken mal wieder die Schweinefarm zum Leben. Arghhh, es ist Halbzeit! Pause gefällig? Nö. Denn INTESTINAL INFECTION zocken geilen Deathgrind und ballern sich voller Wonne schnell in meine favorisierten Stücke. Also von der Truppe muss ich mir mehr besorgen, zumal die Jungs auch verdammt eigenständig klingen. FRT (?) sagen mir gar nix, schmieren in Sachen Durchschlagskraft leider auch irgendwie etwas ab. Ok, die Konkurrenz hier ist anderseits alles andere als billig und klein. Oh lecker, RECTAL RODEO rufen zum "After Intro", lol, gehören damit allerdings auch nicht zur Spitze, wogegen INFECTED ASSHOLE das gutturale Level ordentlich anheben. FLESH GERDA feat. FRT knüppeln ebenfalls überaus variabel, ZEBU schottern mit fetten Gitarren und RIPPING ORGANS zeigen, was es heißt mexikanische Bohnen im Arsch zu haben. LAST BIT OF SANITY werfen sodann ein ziemlich fettes Brett auf, wo auch Freunde von Slam Death Metal mit der ranzigen Zunge schnalzen dürfen. IN DEMONI gehen hingegen recht verspielt ans Eingemachte und liebäugeln Richtung Tech Death Metal, allerdings auch recht brachial, ehe STENCHES BEYOND REPULSIVE eine ziemlich abgedrehte Nummer röhren, wo man annehmen könnte, ein Eber rennt durchs Wohnzimmer. FEKAL PROPULSION bitten dann richtig lecker zum Tanz, ehe die Schweinepriester von FECALIZER wieder gewohnt geilen Shit aus Mexiko schmuggeln. EL SANTO brettern dann mit wuchtiger Umsetzung durch die Bude und lassen keinen Stein auf den anderen, ehe FUCKING WITH NUNS mit einer Art Elektro Nummer die Bühne betreten, die aber baldigst in Gescherbel mündet. ROADSIDE BUTCHERY lassen hingegen eine leicht dreckige Seite zum Vorschein kommen und wem mittlerweile die Brühe unter den Achseln brennt, dem sei gesagt, dass GxZxP das Ende einscherbeln, und zwar in Form einer lockeren Nummer. Aaalter, hier werden Wimps mürbe geschlagen und Trendsettern ordentlich vors Knie gepisst, das nenn ich doch mal eine massive Ballerorgie!

Klasse trifft auf Masse. Anders kann man diesen ultrafetten Sampler nicht umschreiben, der lediglich darin etwas enttäuscht, kein richtiges Booklett zu beinhalten. Goregrind und Porngrind ohne Ende, da kann man ruhig danach mal paar Valium werfen, um wieder runter zu kommen. Dies ist keine Schande, denn bis hier alle Teile richtig durchgekaut sind, werden Stunden ins Land ziehen, so umfangreich ist "Dirty Chicks On Banana Dicks" geworden. Da haben Clabasster Records sich nicht lumpen lassen und wer auf solch Gerödel und Gezwirbel steht, der muss sich das Ding in die Sammlung holen. Definitiv eine der besten Schnorchel Ansammlung, wo jeder seine Befriedigung (hüstel) findet und mit bislang weniger bekannten Eierspielern Freundschaft schließen kann. Basta!

Artikelbild Copyright: Clabasster Records

  • 9/10
    Gesamtwertung - 9/10
9/10

Kommentare sind deaktiviert