JASAD – 5

Nach langer Zeit der Stille melden sich Jasad aus Indonesien mit einem neuen Lebenszeichen zurück. Satte sechs Jahre haben sich die Jungs für "5" Zeit gelassen und die große Frage meinerseits ist, ob man sich weiter entwickeln konnte, beziehungsweise die Zeit anderweitig genutzt hat. Der letzte Longplayer "Rebirth Of Jatisunda" war nämlich nicht so wirklich das Gelbe vom Ei. Wem Jasad bislang kein Begriff sind, dem sei gesagt, dass Jasad die typischen Merkmale der indonesischen Brutalo Szene aufgreifen und in Richtung Hell Skuad driften. Die etwas trockene Produktion passt verdammt gut dazu und ja, die Burschen sind zumindest etwas gereift. So versteht man es mittlerweile die Stücke zwar variabler als einst zu servieren, markante Eckpfeiler gibt es aber trotzdem nicht. Nicht dass wir uns falsch verstehen, denn eingefleischte Indonesien Liebhaber werden auch an "5" ihre Freude finden, aber nach einer so langen Zeit darf man doch eigentlich mehr erwarten. Oder etwa nicht? Der Vorgänger, welcher an monotonen Aufbauten scheiterte, zeigte diesen Umstand recht deutlich, bei vorliegender Sache liegt es vielleicht auch nur daran, dass "5" eine ehr kurzes Stück geworden ist. Aber auch hier wird spätestens ab der zweiten Hälfte klar, dass Jasad keine neuen Ideen finden konnten. Gute Ansätze gibt es schon, etwa im letzten Abschnitt von "Waruga Jati", aber aufgrund fehlender Spannung verpuffen jene leider auch wieder schnell.

Fazit: Auch dieser Abschnitt zeigt Jasad von keiner gewachsenen Seite, sondern präsentiert vielmehr eine scheinbar stagnierende Truppe, die sicherlich ein paar wenige ansprechende Parts bereithält, vom gesamten Eindruck aber meilenweit von der Spitze entfernt wütet.

Artikelbild Copyright: Jasad

  • 6/10
    Gesamtwertung - 6/10
6/10

Kommentare sind deaktiviert