COPROPHAGIA – Disintegrated In Putrid Bile

Laurence Alves ist der gute Mann, der hier ein interessantes Teil eingeschustert hat und vielleicht so manchem Leser von Capital Punishment oder Chainsaw Castration bekannt ist. Also ist das hier vorliegende Projekt nicht mit den gleichnamigen Japanern zu verwechseln, die ebenso Slam Death fabrizieren. 2016 gegründet, so wurden bislang zwei EPs und ein Demo eingedroschen, "Disintegrated In Putrid Bile" ist also der Einstand- und der kann sich auf jeden Fall hören lassen! Ob man es nun glaubt oder nicht, aber das Ding klingt in der Tat ziemlich finster, was sicherlich auch der Produktion zu verdanken ist. Tiefgestimmte Gitarren und dumpfe Aufbauten prägen die musikalische Landschaft, wo Sperrfeuer die Fläche bearbeitet und Weicheiern frühzeitig die Grenzen aufgezeigt werden- "Disintegrated In Putrid Bile" ist nämlich ein fieses Geschoss, wo vehement geballert und keine Gnade gezeigt wird. Spätestens mit erreichen des Mittelteils dürfte klar werden, wie zermürbend der Typ hier ans Eingemachte geht. Wie bei vielen ähnlich gearteten Konsorten, so leidet allerdings etwas die Abwechslung in dem wilden Treiben, was man bei Coprophagia vielmehr mit Wut und enorm Druck auszugleichen versucht. Gelingen tut dies in den meisten Fällen jedoch kaum, denn Klöppeln am Stück erfordert unweigerlich ab einem gewissen Punkt auch seinen Tribut. Schlecht ist "Disintegrated In Putrid Bile" jedoch nicht, nur bedarf es eben einer gewissen Tagesform, um dieses Vieh bändigen zu können.

"Disintegrated In Putrid Bile" will also erst einmal geknackt werden, weshalb sich in der Sache vorrangig Extremisten angesprochen fühlen dürfen. Wem bei brutal getrimmten Prügel Death einer abgeht, der darf sich das Werk gerne mal hinter die Rinde schieben, der Rest sollte besser respektvoll einer Konfrontation aus dem Wege gehen.

Artikelbild Copyright: Coprophagia

  • 7/10
    Gesamtwertung - 7/10
7/10

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