CIANIDE – Unhumanized

Wenn es um grundsoliden Todesblei aus den Staaten geht, dann ist der Name Cianide nicht totzuschweigen. Seit gut 30 (!) Jahren sind die Burschen mittlerweile aktiv und haben es nun endlich geschafft, ein neues Lebenszeichen in die Death Metal Landschaft zu blasen. Bei vorliegender "Unhumanized" Scheibe handelt es sich um eine MLP, mit welcher man die Tradition aufrecht hält, mit der man Cianide seit Bestehen verbindet. Urtypischer Death Metal, der seinen ganz eigenen Charme bereit hält, was bereits mittels "Serpent's Wake" offenbart wird. Der variable Aufbau sticht dabei besonders hervor, denn dank der markanten Passagen geht jenes Stück unheimlich locker in die Birne, ehe das folgende Titelstück fräsend die nächste Runde einleitet. Alle Achtung, die Jungs haben den Schneid wirklich raus, haben es aber anderseits auch nie geschafft, schwaches Material zu bieten. Gut so, denn Death Metal der alten Schule ist und bleibt nun einmal ein Ding, wo viel junge Bands in Sachen Atmosphäre einfach nicht rankommen. Feinen Groove gibt übrigens "Weapon Of Curse" preis, und je öfter ich mich mit diesem Werk auseinandersetzte, um so mehr komme ich zu der Meinung, dass hier auch Freunde von Autopsy mal ein Ohr riskieren sollten. Eine kurze, dafür aber recht lebendige Nummer ist dann "Traitors" geworden, ehe Cianide mit dem Rausschmiß "Shadow Of The Claw" noch mal richtig zähes Zeug ausspeien. Aber die Kombination macht es, und die wurde auf " Unhumanized" wirklich gut umgesetzt.

Cianide bieten am Ende eigentlich genau das, was man auch erwarten darf. Qualitativ guter Death Metal, ohne Schnörkel und Schnickschnack, der trotz gewollt primitiver Darbietung seine Wirkung nicht verfehlt und durchaus seinen Grad an Wiedererkennungswert birgt.

Artikelbild Copyright: Hells Headbangers

  • 7.5/10
    Gesamtwertung - 7.5/10
7.5/10

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