ENCOFFINIZED – Chambers Of Deprivation

Der Spirit alter Tage wird mit diesem modrigen Release wieder etwas aufgetaut, denn Encoffinized spucken mit "Chambers Of Deprivation" der Moderne ordentlich ins Gesicht. Vergesst einfach mal den glatt polierten Dreck, mit all seinen kinderhaften Gimmicks und sonstigem Müll- es ist Zeit für authentischen Death Metal der ganz alten Schule, wo die Artikulierung aus der Gruft kriecht und ein schön dreckiger Klang das Geschehen flankiert. Encoffinized schaffen es ganz locker damit, ihren unabdingbaren Hang zum puristischen Untergrund zu untermauern, denn der Wechsel zwischen mürbenden und lebendigen Parts hat Schmackes. "Stillborn Emryonic Death" gibt da diesbezüglich ein prima Anspieltipp ab und auch der Titeltrack scherbelt sich da vorbildlich durch die Hirnrinde, aber im Grund genommen haben alle Ausbrüche den gleichen qualitativ festen Standard, denn bereits beim Opener "Rotting Away" spürt man Leidenschaft und den Drang zum Wiedererkennungswert. Und jenen haben Encoffinized mehr, als ein Großteil der heutigen Szene, wo das dreiste Kopieren und Stagnation schlicht und einfach ein elendes Übel verkörpern.

Encoffinized haben es in ihren jungen Tagen geschafft, ein relativ eigenes Süppchen zu kochen, auch wenn es noch nicht ganz so heiß kocht. Aber die Zutaten ergeben einen derart würzigen Beigeschmack, dass man eigentlich davon ausgehen kann, dass die Messlatte in Zukunft noch höher geschraubt wird.

Wer auf der Suche nach authentischen Death Metal der alten Schule ist, der muss sich dieses Lebenszeichen des kalifornischen Duos unbedingt mal reinziehen. Morbide, dreckig, und trotzdem irgendwie unverbraucht- so fährt man einen Trip, der in der zweiten Hälfte sogar noch an Fahrt zunimmt. Weiter so!

Artikelbild Copyright: Encoffinized

  • 7.5/10
    Gesamtwertung - 7.5/10
7.5/10

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