FACELESS BURIAL – Speciation

Die australischen Faceless Burial sind mir keine Unbekannten, durfte ich doch schon den mittelmäßigen Vorgänger "Grotesque Miscreation" durchleuchten (die MLP nicht einbegriffen). Mittlerweile ist schon einige Zeit ins Land gezogen, und schwupp sind die Typen mit einer neuen Scheibe am Start. Dabei ist man sich recht treu geblieben, sprich, es regiert klassischer Death Metal, der hier und da ordentlich rumpelt, aber im Gesamtbild doch in bekannten Breitengraden fundiert. Aber gute Ansätze haben die Burschen auf jeden Fall im Gepäck, die mit dem agilen "Limbic Infirmary" einen ordentlichen Klopfer aus den Ärmeln schütteln. Faceless Burial geben auf "Speciation" ordentlich Tempo, binden zudem gelegentlichen Groove und ein paar Spritzer Melodie ein, und die Frontsau grunzt in typischer Todesblei Manier. Alles in allem also eine solide Death Metal Scheibe, der allerdings auch irgendwie die Höhepunkte fehlen, was sich ab der Halbzeit dann doch auch bemerkbar macht.

"Speciation" klingt zwar solide, haut mich aber weder um, noch klingt die Sache schlecht. Was fehlt, sind markante Passagen, die da den Wiedererkennungswert in die Höhe schießen lassen. Dies ist nämlich nicht der Fall, weshalb sich die Band meiner Meinung nach auch nicht wirklich vorwärtsentwickeln konnte.

Faceless Burial bleiben qualitativ da stehen, wo sie mit "Grotesque Miscreation" aufgehört haben. Oder sollte man sagen, sie knüpfen dort an? Wer auf soliden Death Metal amerikanischer Spielart steht, beziehungsweise wem benannter Vorgänger zusagte, der darf in jener Angelegenheit natürlich mal reinschauen. Spektakuläres darf allerdings nicht erwartet werden...

Artikelbild Copyright: Dark Descent Records

  • 6.5/10
    Gesamtwertung - 6.5/10
6.5/10

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