ULVESTAD – Fall

Amund Ulvestad ist aufmerksamen Konsumenten der düsteren Klänge vielleicht ein Begriff, hat dieser doch bereits schon mit Svartsinn und seinem geistigen Kinde Wordclock in den Klangebenen des dunklen Ambient seine Spuren hinterlassen. Ulvestad ist in diesem Fall das Ventil für Dark Ambient, wenngleich das Material einst für die Theaterbühne bestimmt war, dass nun überarbeitet in vorliegender Form publiziert wird. Von neblig und ätherisch bis zu einer physisch gewaltigen Präsenz. So zumindest die Umschreibung des Labels, was man auch vollkommen stehen lassen kann. Natürlich kommt es da auch drauf an, was man erwartet, denn "Fall" ist ein Werk, welches von langsamen Aufbau lebt und am Ende vielleicht auch nur einen bedingten Kreis anspricht. Die Aufbauten sind nämlich recht einfach gehalten, was sich im Gesamtbild auch nicht wirklich ändert, außer dem leicht ansteigenden Grad an Intensität. Der Start fällt mit "Pan" recht verhalten auf, bedarf es doch diesbezüglich einiger Zeit, bis sich der Oper langsam aber beständig entwickelt, um an Stärke zu gewinnen. Diese Art der Führung behält der Musiker auch bei den verbleibenden Stücken bei, die unterschwellig ihren Stil beibehalten.

Aufregung ist fehl am Platze, wenn es um die Umschreibung von "Fall" geht. Ganz im Gegenteil, fehlt mir doch ein gewisser Grad an Abwechslung. Wäre diese stärker vorhanden, dann würde es zum Beispiel nicht passieren, dass ein "Aisling" völlig unspektakulär untergeht.

Ob sich nun diese Publikation zum reinen Musikkonsum eignet, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich vertrete vielmehr die Meinung, dass "Fall" ein Werk ist, welches zwar zum gelegentlichen Hören in Ordnung geht, aber keinesfalls Aufmerksamkeit hervorruft oder fordert. Begleitmusik im wahrsten Sinne des Wortes.

Artikelbild Copyright: Cyclic Law

  • Gesamtwertung
    4/10 Passably

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