ECTOPLASMA – Spitting Coffins

Griechenland ist die Heimat von Ectoplasma, die seit Zeit ihres Bestehens alles andere als untätig sind. Man ist vielmehr recht aktiv und zaubert nun mittels vorliegender "Spitting Coffins" die nächste Scheibe, in welcher recht trockener Todesblei an der Tagesordnung steht. Das entsprechende Artwork lässt diesen Fakt schon mal vermuten, und richtig, der geneigte Liebhaber des Death Metal darf sich wohlfühlen. Handwerklich sind Ectoplasma dabei gar nicht mal so übel und schaffen auf dem Album durchaus so etwas wie einen gewissen Spagat zu alten Zeiten, denn hier zählt keinesfalls die Originalität- Ectoplasma sind der alten Schule verfallen und ziehen ihr Ding geradlinig durch, ohne dabei auf irgendwelchen Schnickschnack zu achten. Ein kleines Problem bei "Spitting Coffins" liegt darin, dass ab einem gewissen Punkt manches irgendwie gleich klingt, obwohl man den Jungs aber auch zugleich weit mehr zutraut. Knochentrocken ziehen am Horizont Konsorten wie Zerogod und Massacre entlang, und wenn Ectoplasma mal eine Tastenspur in das Geschehen einbringen ("Through Miasmal V0pours"), dann klingt die Sache nämlich gleich noch ansprechender. "Spitting Coffins" ist für Freunde der alten Schule durchaus ein interessantes Scheibchen, birgt viele gute Ansätze, hat aber trotzdem noch Luft.

Ectoplasma zocken soliden Death Metal, schaffen es jedoch leider nicht am Stück die Aufmerksamkeit des Hörers auf sich zu ziehen. Schuld ist das gewisse Geizen mit Aushängeschildern und markanten Einsprengseln, die für weitere Abwechslung sorgen.

Also jetzt mal Butter bei die Fische: Ectoplasma klingen gut und haben durchaus ihre Hausaufgaben gemacht. "Spitting Coffins" ist ein feines Death Metal Stück, welchem lediglich der variable Aspekt etwas fehlt, weshalb die Wertung leicht abrutscht.

Artikelbild Copyright: Krucyator Productions

  • Gesamtwertung
    6/10 Normal

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