SADISTIC DRIVE – Anthropophagy

Ein herrliches Old School Artwork ist es, womit Sadistic Drive ihre Aufmerksamkeit auf mich ziehen konnten. Diese Truppe stammt aus Finnland, ist aufgrund ihres Klanges aber nicht unbedingt dorthin zu zuordnen. Mit "Anthropophagy" greift man dabei das Thema Kannibalismus auf, was sich in einer blutgetränkten und eitrigen Suppe äußert, die allerdings nicht wirklich den von mir erhofften Gärfaktor erreicht. Sadistic Drive scheinen jedenfalls dem Untergrund verschworen, denn das gute Teil fährt mit einer ehr schmutzigen Produktion auf, was der Sache leider völlig die Durchschlagskraft nimmt und in ballernden Abschnitten etwas schwammig klingt. Deshalb ist es auch gut so, dass Sadistic Drive auch immer mal etwas vom Pedal gehen, anders hätte die Sache in dieser Angelegenheit wohl auch nicht wirklich funktioniert. Trotzdem kann man kaum totschweigen, dass auf "Anthropophagy" leider kaum etwas hängen bleibt. So wie das Ding reingeht, so fährt es auf der anderen Seite auch wieder raus, ohne wirklich mal ein Aufhorchen zu hinterlassen. Keine geilen Riffs, keine markanten Punkte, und zum schönhören hab ich kein Bock. Punkt.

"Anthropophagy" ist ein wahrlich hässliches Album, welchem es zudem an Wiedererkennungswert und einem eigenen Stil fehlt. Kruder Death Metal, der gelegentlich mal von punkigen Riffs und zähen Melodien heimgesucht wird, stellt hier letztendlich einen nicht so mundenden Hauptgang dar.

Mal sehen, was die Zukunft für diese Truppe bereit hält. Jedenfalls gilt es an sich zu arbeiten, denn "Anthropophagy" ist alles andere als begeisternd, um nicht zu sagen, belanglos und langweilig. Wer rotzigen Todesblei mag, der kann ja mal Probe lauschen.

Artikelbild Copyright: Blood Harvest

  • Gesamtwertung
    3/10 Bad

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