DEUTSCH NEPAL – Staring At My Wall

Ist echt lange her, dass ich mich mit Deutsch Nepal beschäftigt habe, was ich nun aber mit der vorliegenden Publikation wieder versuche, etwas wettzumachen. Über das schwedische Projekt von Peter Andersson noch großartige Worte zu verlieren, erspare ich mir. Einst eines der Zugpferde des legendären Cold Meat Industry Verein, so ist der Musiker nach wie vor aktiv, und wirft in relativer Regelmäßigkeit Alben auf den Markt. "Staring At My Wall" erschien bereits 2019 und enthält im Grunde genommen jene Zutaten, mit denen mich der Musiker seit Bestehen von Deutsch Nepal immer wieder in seinen Bann ziehen konnte. Psychedelische Electronica werden von wabernden Ambientschwaden und rhythmischen Industrial Eingebungen flankiert. Dazu der interessante Gesang von Peter Andersson, welcher in gewohnt cleaner Darbietung umgesetzt wird. Eröffnet wird diese Publikation mittels des sehr eingängigen Titeltracks, der sich mit spielerischer Leichtigkeit flux in den Ohrgängen einnistet. Auch "To Mother" profitiert von seiner Melodiegebung, ehe mit "How Low.." eine Neuaufnahme im völlig anderen Stil auf die Bildfläche tritt. Gefolgt von einem schwachen "Amphibian Shadow", welches irgendwie überhaupt nicht zünden will, so gibt es dann mit "Butterfly" auch mal etwas harsche Kost. Man merkt, Abwechslung ist hier auf jeden Fall gegeben.

Der General geht auf dieser Veröffentlichung beharrlich seinen eigenen Weg weiter, was absolut zu begrüßen ist. Zwar kann nicht jeder Track Suchtpotenzial erzeugen, aber ein durchgeknalltes "Let Go And Slip Away" sollte man durchaus mal gehört haben. Wo Deutsch Nepal draufsteht, da ist auch Deutsch Nepal drin. Mehr gibt es eigentlich nicht zu "Staring At My Wall" zu sagen, welches alle Freunde des Generals zufriedenstellen wird, zumal man sich stilistisch treu geblieben ist.

Artikelbild Copyright: Deutsch Nepal

  • Gesamtwertung
    8/10 Very good

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