STORMFAGEL – Eldvakt

Donnerwetter! Nicht immer konnte mich Andreas Neidhardt mit den Kompositionen von Stormfagel überzeugen, umso überraschter war ich bei "Eldvakt". Bereits der Opener zeigt eine fast schon erschreckend stark gereifte Band, die hier apokalyptischen Neofolk in Verbindung mit elektronischen Einsprengseln zum Besten gibt. Was nun schon verdammt stark beginnt, findet seine Fortsetzung im folgenden "Den Bergtagna", wobei da neben dem düsteren Grundfundament ebenso zweistimmig agiert wird. Ein schönes "The Dying Christian To His Soul" zeigt stimmige, melodische Momente auf und "Der Mensch Ist Bald Vergessen" wird von einem prägenden Schlagwerk unterstützt.
Man merkt schnell, die Welt von "Eldvakt" ist vielfältig ausgefallen und birgt einen mitunter martialischen Grundton. Der Gesamteindruck ist dabei als wirklich positiv zu benennen und Stücke wie "Epigram CLXIII" und "I See No More Then The Shadow Of Ghosts" brennen sich mit Leichtigkeit fest. Ebenfalls auffallend ist die Tatsache, dass man ziemlich agil zu Werke geht. Dies liegt mitunter an der rhythmischen Untermalung, die doch recht präsent ist. Gut so! Somit suhlt man sich nicht in lieblich gezupften Momenten, sondern vermag es, den Hörer mit der daraus resultierenden Abwechslung am Stück zu fesseln. Auch der Gesang fällt positiv ins Gehör, ist jener doch fraglos druckreifer und ansprechender als in den frühen Anfangstagen.

Diese wirklich hörenswerte Symbiose aus Folk und klassischen, sowie martialischen Eingebungen versprüht einen nicht zu verachtenden Reiz aus. Fazit: Mit Stormfagel konnte man sich bei jedem Album steigern und nie klang man ausgereifter und besser als heute. Wird dieser Schritt beibehalten, wird man noch viel von Stormfagel zu Gehör kriegen. Ein starkes Werk, das lange Zeit zu wirken vermag.

Artikelbild Copyright: Steinklang Industries

  • Gesamtwertung
    8/10 Very good

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