ABRUPTUM – Potestates Apocalypsis

"Potestates Apocalypsis" sollte die letzte Veröffentlichung von Abruptum sein, bei welcher man nochmals seine kruden Gedanken und Ideen zum Besten zu geben versucht, was ja in Sachen Abruptum immer so eine Sache ist. Mit "Pestilentia" geht der Trip jedenfalls recht zerstörerisch los, wo Noise und Industrial miteinander kopulieren, um da um Himmels willen auch keineswegs einen leichten Einstieg zu gewähren. Leicht ist das stilistische Schaffen von Abruptum noch nie gewesen, die hier im Grunde genommen harschen Industrial offenbaren, was zumindest auch besser funzt als die durchgeknallten Frühwerke. Denn das folgende "Bellum" serviert sogar für so etwas wie rhythmische Kost, und zwar mit starken Bezug zum martialischen Aspekt. Hätte ich ehrlich gesagt gar nicht so erwartet, was wiederum aufzeigt, dass Abruptum doch irgendwie eine Entwicklung durch haben. Und das ganz im positiven Sinne. "Fames" ist ein ebenso harsches Vieh, allerdings auch mehr im Sinne einer Geräuschkulisse, was aber der Sache keinen Abbruch tut. Lediglich die Abwechslung fehlt mir hier etwas. Auch das abschließende "Mort" zerrt noch mal mit seiner disharmonischen Basis etwas an den Nerven, die ersten beiden Vertonungen bleiben letztendlich somit auch die besten in diesem Vierergespann.

Freunde von harschen Soundkulissen werden sicherlich ihre Freude an Abruptum's "Potestates Apocalypsis" haben, wo der qualitative Aspekt aber merklich schwankt. Beginnt das Teil doch recht interessant (und steigert sich mit der zweiten Komposition sogar noch etwas), so fällt das Level diesbezüglich exakt ab der Mitte ab. Schade, hier wäre bestimmt noch mehr drin gewesen.

Artikelbild Copyright: Regain Records

  • Gesamtwertung
    6/10 Normal

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